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Gesundheit

Diese Turbenthalerin will mehr über Pandemien wissen

Geschlossene Schulen, Notspitäler und Meldepflicht: Das gab es auch schon vor Corona. Jetzt suchen Forscherinnen und Forscher nach Zeitzeugen.

Diese Turbenthalerin will mehr über Pandemien wissen

Forschungsprojekt

Bei Pandemien bestehe eine Katastrophen-Gedächtnislücke. Die Turbenthalerin Alexandra Fahrner ist überzeugt: Wenn man diese schliesse, seien wir auch besser auf künftige Ereignisse vorbereitet.

«Die Abhaltung von öffentlichen Tanzanlässen, Versammlungen in geschlossenen Räumen, Volksversammlungen (Bundesfeier) sowie Vereinsproben ist in der Gemeinde Turbenthal bis auf Weiteres verboten.» Diese Anordnung erinnert auf den ersten Blick stark an die Beschränkungen während der Corona-Pandemie.

Aber sie wurde nicht 2020 oder 2021 erlassen, sondern im Juli 1918 – und zwar von der Gesundheitsbehörde Turbenthal. Damals wütete die Spanische Grippe in der Schweiz – und auch das Tösstal und das Oberland blieben nicht verschont.

Die Behörde verbot nicht nur Veranstaltungen, es war auch untersagt, Grippekranke zu besuchen. Wer infiziert war, musste sich isolieren. Es war zudem Pflicht, Grippefälle der Behörde zu melden.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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