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Kunstwerk in Turbenthal

Ein Kreuz im Kornfeld …

Auf einer der Wiesen von Martin Lüssi aus Turbenthal lässt sich aktuell etwas ganz Besonderes beobachten – zumindest aus der Luft.

Martin Lüssi hat auf einer seiner Wiesen in Turbenthal ein riesiges Schweizer Kreuz gestaltet.

Foto: Simon Grässle

Ein Kreuz im Kornfeld …

Kunstwerk in Turbenthal

Auf einer der Wiesen von Martin Lüssi aus Turbenthal lässt sich aktuell etwas ganz Besonderes beobachten – zumindest aus der Luft.

Martin Lüssi hat sich künstlerisch ausgetobt – bei seiner «Leinwand» handelt es sich um eine grosse, bislang ungenutzte Wiese. Der Landwirt hat dort ein fussballfeldgrosses Schweizer Kreuz aus Getreide gestaltet. «Mein Sohn, der manchmal bei Heli-Flügen als Begleiter das Gebiet überfliegt, und ich wollten etwas Besonderes schaffen. Nicht nur, weil wir uns gerne auf diese Art austoben, sondern auch, weil wir beide patriotisch und Nati-Fans sind», erzählt er.

Doch die kreative Idee hat auch noch einen anderen Hintergrund: Da zwischen dem Verpächter und ihm vor ein paar Jahren ein neuer Vertrag für die Nutzung der Wiese ausgehandelt wurde, darf Lüssi die Wiese nun auch ackerbaulich nutzen.

Lange Planung notwendig

«Das war schon etwas Besonderes», berichtet er. «Die Wiese wurde ganze 80 Jahre nicht mehr gepflügt.» In der Vergangenheit wurde sie trotzdem auf vielfältige Weise genutzt: für die Viehfutterversorgung in Form von Heu und Gras, aber auch für Wanderzirkusse, die Turnregionalmeisterschaften oder wandernde Schafherden und vieles mehr.

Um das Schweizer Kreuz in der Wiese verewigen zu können, war eine längere Planung notwendig: Lüssi hat die geplante Kontur mithilfe von GPS und einer Schnur abgesteckt und markiert. Ein befreundeter Landwirt hat dann mit einem Vierscharpflug das Innere der Linie und somit das ganze Kreuz umgebrochen und den Bio-Winterweizen Montalbano angesät.

Doch was passiert, wenn das Kreuz irgendwann nicht mehr zu sehen ist? «Ich kann mir vorstellen, so etwas noch mal zu machen, denn es macht mir Freude und bedeutet Heimat. Ganz sicher bin ich mir aber nicht, weil es natürlich auch einen grossen Aufwand bedeutet.»

Im vergangenen Herbst, kurz nachdem die Wiese an den entsprechenden Stellen frisch gepflügt worden sei, sei der Kontrast am klarsten gewesen, erzählt Lüssi. «Gleichzeitig würde ich mich freuen, wenn das Gelb des reifen Weizens genau dann am kraftvollsten ist, wenn unsere Nati siegt.»

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