Die Hitze ist da – und jetzt drohen in der Region auch Starkgewitter
Es wird von Tag zu Tag heisser. Allerdings gibt es zwei Unsicherheitsfaktoren. Zum einen könnte Saharastaub die Sache abdämpfen. Zum anderen ist nicht auszuschliessen, dass es am Freitagabend und Anfang nächster Woche kracht. Falls es gewittern sollte, dann heftig.
Sommerzeit ist Gewitterzeit. Bislang in der Region aber nicht wirklich. Dieses Jahr hat es erst zweimal gewittert – einmal am Sonntag, 31. Mai, und dann nochmals am Dienstag, 2. Juni. Beide Male waren die Gewitter Begleiterscheinungen von durchziehenden Kaltfronten. Sie waren jedoch nicht besonders blitzintensiv und dauerten auch nicht lange an.
Dass es so wenig gewittert, ist ungewöhnlich. Das bestätigt auch Meteonews. Bislang habe man landesweit im Juni erst knapp 10’000 Blitze registriert, schreibt der Wetterdienst. In einem gewitterreichen Juni würden hingegen duchaus über 200’000 Blitze drinliegen.
Das mit der Gewitterflaute könnte sich bald ändern. Zuerst aber wird es richtig heiss. Über Südwest- und Mitteleuropa hat sich ein markantes Hochdruckgebiet aufgebaut. Die Temperaturen steigen heute und morgen auf Werte von bis zu 34 Grad.
Enormes Energiepotenzial
Der Sonnenstand ist in diesen Tagen auf dem absoluten Höchststand. Morgen Freitag dreht der Wind von West auf Südwest, die Luft wird feuchter und tüppiger, und möglicherweise tangiert auch noch vorbeiziehende kältere Höhenluft die Schweiz – in der Atmosphäre ist also ein enormes Energiepotenzial vorhanden.
Am Nachmittag und frühen Abend können daher sehr kräftige Gewitter entstehen. Diese sind zwar eher lokal, aber wenn es mal losgeht, dann heftig mit Sturmböen und sintflutartigem Regen.
Die Hitzewelle wird damit aber nicht beendet. Für Samstag, Sonntag und Montag ist es denkbar, dass das Thermometer auf 35 Grad ansteigt. Laut Meteonews gibt es sogar Wettermodelle, die am Montag für Basel 38 Grad vorsehen – vielerorts dürfte es neue Hitzerekorde geben.
Eine Einschränkung allerdings gibt es: Einiges an Saharastaub ist von Nordafrika her nach Süd- und auch Westeuropa gelangt. Sollte dieser Staub zu uns verfrachtet werden, hätte das ein fahleres Licht mit schlechter Fernsicht und um einige Grad tiefere Höchsttemperaturen zur Folge. Wobei sich die Werte auch dann noch um 30 Grad bewegen würden – von einer Abkühlung könnte also nicht wirklich die Rede sein.
Und von einer nachhaltigen Wetterumstellung schon gar nicht. Meteo Schweiz geht in seiner Vorhersage davon aus, dass es auch in der kommenden Woche meist sonnig und mit Temperaturen über 30 Grad weitergeht. Vor allem am Dienstag und Mittwoch könnte es gegen Abend aber wieder gewitterhaft werden.
