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«Fliegende Klassenzimmer» als temporärer Schulraum

Die Primarschulpflege Dübendorf lud zur Einweihungsfeier für den Erweiterungsbau «Sonnenwiese» ein.

Temporärer Schulraum Sonnenwiese, Schlüsselübergabe einmal anders (von links): Nicole Rützel (Schulleiterin), Gonca Bicici (Hortleitung), Annina Malgaroli (Schulleiterin), Susanne Hänni (Präsidentin Primarschulpflege) und Brigitta Würsch (Mitglied Schulbehörde).

Foto: Marcel Vollenweider

«Fliegende Klassenzimmer» als temporärer Schulraum

Die Primarschulpflege Dübendorf lud zur Einweihungsfeier für den Erweiterungsbau Sonnenwiese ein.

Freudiges Ereignis für Bauherrschaft und künftige Nutzerinnen und Nutzer des neu erstellten Schulraums an der Feldhofstrasse in Dübendorf: Am Freitagabend kamen Behördenmitglieder sowie Schulleitungspersonen zusammen, um im Rahmen einer schlichten Einweihungsfeier auf das gelungene Werk anzustossen.

Modulbau setzt visuellen Akzent

Nachdem Susanne Hänni die Anwesenden in ihrer Funktion als Präsidentin der Primarschulpflege begrüsst hatte, resümierte Brigitta Würsch im Outdoorbereich die Meilensteine des Bauvorhabens von der Kreditbewilligung bis zur Vollendung. Der vom Souverän genehmigte Kredit belief sich auf 7,18 Millionen Franken.

Das neue Schulhaus sei in «rekordverdächtiger» Bauzeit erstellt worden. Das Gebäude sei vergleichbar mit einer Arbeit mit Legobausteinen, eben im sogenannten Modulbau, «zusammengesetzt» worden, erklärte Würsch, die den Vorsitz des Steuergremiums Bau innehatte. «Die Kinder, die hier zur Schule dürfen, werden sich im neuen, modern ausgestatteten Schulgebäude ganz bestimmt wohl fühlen», meinte sie. Danach lud sie die Anwesenden zu einem Rundgang durch den Modulbau.

Seit dem Baustart am 23. Juni des vergangenen Jahrs sind von der auf Holzmodulbau spezialisierten Firma Baltensperger Holzbau AG aus Winterthur insgesamt 72 Module im eigenen Werk vorproduziert und danach am Zielort verbaut worden. Der Transport vom Werk des Totalunternehmers zum Bauplatz in Dübendorf erfolgte Anfang Oktober 2025 mit total zehn Tiefladern.

Schulbetrieb ab kommendem Schuljahr

Noch stehen einige Baumaschinen auf dem Areal des neuen Gebäudes mit einer in dezenten Blautönen gehaltenen Holzfassade. Auch bei den Spielgeräten und beim Velounterstand stehen in den kommenden Wochen noch finale Arbeiten an. Die Räumlichkeiten im zweigeschossigen Modul-Holzbau über Boden könnten jedoch schon bald Kinder zum Unterricht empfangen.

Wie Nicole Rützel, Co-Schulleiterin der Schuleinheit Sonnenberg, erläuterte, werden die ersten fünf Klassen ab Beginn des kommenden Schuljahrs das neue Gebäude mit Leben füllen. Insgesamt stünden zwölf Moduleinheiten für Klassenzimmer zur Verfügung. Einige dieser Räume werden künftig vom Hort für die Kinderbetreuung genutzt.

Für mehrere Nutzungsphasen

Das temporäre Schulhaus wird in drei Nutzungsphasen eingesetzt. Aktuell, ab Sommer 2026, als zusätzlicher Schulraum für das Quartier Sonnenberg und das Stadtzentrum, später als Provisorium während der Sanierungen anderer Schulanlagen. Vonseiten der Bauherrschaft wird das neu erstellte Gebäude deshalb auch als eine Art «Durchgangsschulhaus» bezeichnet. Es bestehe nun die Möglichkeit, Klassen in einem funktionalen, bestens eingerichteten Schulhaus unterzubringen.

Die Verantwortlichen des Bauvorhabens sind sich einig, dass nur elf Monate nach der Kreditbewilligung eine zentral gelegene Schulraumlösung realisiert werden konnte, «aber gewiss kein Prunkbau», wie die Behördenmitglieder betonten.

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