Gesellschaft

Ein mehrjähriger Prozess

Unicef zeichnet Rüti als kinderfreundliche Gemeinde aus

Die Gemeinde Rüti wurde für ihre Bemühungen, Kinder und Jugendliche in die Gemeindeentwicklung einzubeziehen, von Unicef zertifiziert.

Rüti wurde von Unicef zur kinderfreundlichen Gemeinde ernannt. Gemeindepräsidentin Yvonne Bürgin (Die Mitte, z.v.L.) nahm die Auszeichnung von Mona Meienberg der Unicef (z.v.R.) entgegen.

Foto: PD

Unicef zeichnet Rüti als kinderfreundliche Gemeinde aus

Die Gemeinde Rüti wurde für ihre Bemühungen, Kinder und Jugendliche in die Gemeindeentwicklung einzubeziehen, von Unicef zertifiziert.

Rüti ist offiziell «Kinderfreundliche Gemeinde». Die Unicef-Zertifizierung wurde am Freitagnachmittag im Gemeindehaus im Rahmen eines Apéros übergeben. Mona Meienberg, Leiterin Kindgerechte Gemeinde- und Stadtentwicklung bei Unicef Schweiz und Liechtenstein, überreichte das Label an Gemeindepräsidentin Yvonne Bürgin. «Die Zertifizierung zeichnet das klare Bekenntnis von Rüti aus, Kinder und Jugendliche systematisch in die Gemeindeentwicklung einzubeziehen», lässt sich Meienberg in einer Medienmitteilung zitieren. Zugleich sei sie auch Auftrag, die geplanten Massnahmen verbindlich umzusetzen.

Der Auszeichnung ging ein mehrjähriger Prozess voraus. Seit 2022 setzte sich die Gemeinde im Rahmen des Projekts PartiZHipation mit der Kinderfreundlichkeit auseinander. Nach einer Standortbestimmung führte Rüti Workshops mit Kindern und Jugendlichen durch. Daraus entstand ein Aktionsplan für die Jahre 2025 bis 2028, den der Gemeinderat verabschiedete.

Frühe Kindheit stärken

Der Plan umfasst rund 20 Massnahmen. Schwerpunkte liegen in der Stärkung der frühen Kindheit, in einer besseren Information und Erreichbarkeit von Familien – insbesondere von vulnerablen Bevölkerungsgruppen – sowie in der Weiterentwicklung von Begegnungsorten und Freizeitangeboten. Geprüft wird unter anderem die Schaffung eines Familienzentrums als niederschwelliger Treffpunkt. Auch bei der Gestaltung von Sport- und Aussenräumen sollen Kinder und Jugendliche künftig gezielt einbezogen werden.

Die Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» unterstützt Städte und Gemeinden bei der Umsetzung der UNO-Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene. Das Label wird jeweils für vier Jahre verliehen und ist als Entwicklungsprozess angelegt.

Im Kanton Zürich besteht zur Umsetzung der Initiative seit 2024 eine Kooperation zwischen UNICEF Schweiz und Liechtenstein, «okaj» zürich – Kantonale Kinder- und Jugendförderung und der Koordinationsstelle Teilhabe des Kantons Zürich. Zudem unterstützt Gesundheitsförderung Schweiz die Initiative seit Anfang 2025 im Rahmen des kantonalen Aktionsprogramms «Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen». Für die Jahre 2026 und 2027 stehen noch Plätze für interessierte Gemeinden offen.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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