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Monatswetter

Der Februar war nass und feucht

Zwar gab es im Februar in der Region mancherorts nochmals etwas Schnee. Doch insgesamt war der Monat für die Jahreszeit viel zu mild. Im März ist ein Wintercomeback nicht zu erwarten – im Gegenteil.

Aprilwetter im Februar: Am späteren Nachmittag des 16. Februar zogen pechschwarze Wolken und heftige Regenschauer über die Region. Kurz vor 17 Uhr war der Spuk aber bereits wieder vorbei, und die Abendsonne spiegelte sich auf dem nassen Asphalt bei Freudwil.

Foto: Simon Grässle

Der Februar war nass und feucht

Monatswetter

Zwar gab es im Februar in der Region mancherorts nochmals etwas Schnee. Doch insgesamt war der Monat für die Jahreszeit viel zu mild. Im März ist ein Wintercomeback nicht zu erwarten – im Gegenteil.

Es gemahnte an ein letztes Aufbäumen des Winters, aber irgendwie auch an den April: Die zweite und die dritte Februarwoche waren in der Region von turbulentem Tiefdruckwetter und Westwind geprägt – mit Sturmböen, Graupelschauern, kurzen Aufhellungen, die dann wieder von dunklen Wolken und kräftigem Regen oder Schneegestöber abgelöst wurden. In den Bergen gab es viel Neuschnee.

Doch dann folgte der Wechsel vom Schmuddelwetter zum Frühling: In der letzten Februarwoche stiegen die Temperaturen markant an. Ursache war ein Hochdruckgebiet, das sich vom westlichen Mittelmeer in Richtung Alpen ausgedehnt hatte. Mit südwestlichen Winden strömten sehr milde Luftmassen aus den Subtropen heran.

Fünftmildester Februar seit 1864

Auf sturmforum.ch berichtet ein User, welcher seit dem Jahr 2012 eine Temperaturdatenbank führt, dass er an seinem Messstandort in Hittnau mit 18,8 Grad einen neuen Temperaturrekord für den Februar registriert habe. Auch der Wetterdienst Meteonews berichtet von klar überdurchschnittlichen Temperaturen – über 3 Grad beträgt der Überschuss, womit sich der diesjährige Februar in der Rangliste der mildesten Februare seit dem Jahr 1864 auf Rang 5 einordnet.

Nicht zuletzt diese letzte Woche führte dazu, dass der Februar als einer der mildesten in die Annalen eingeht. Und einen Tag, an dem die Temperaturmaxima unter 0 Grad liegen, gab es heuer im Februar laut Meteonews im ganzen Mittelland keinen einzigen. Normalerweise werden in diesem Monat im Flachland zwei bis vier Eistage verzeichnet.

Dafür war der Februar 2026 nass. Über die ganze Schweiz betrachtet war er laut dem Wetterdienst um knapp 162 Prozent deutlich nasser als die Februare der letzten 30 Jahre. Obwohl der Monat mehrheitlich grau und regnerisch war, liegt die Sonnenscheindauer im Vergleich zum langjährigen Mittel jedoch nur mit 11 Prozent im Minus. Zu verdanken ist auch dies der letzten schönen Februarwoche.

Der März dürfte trocken werden

Der 1. März gilt als meteorologischer Frühlingsbeginn. Zumindest der Sonntag präsentierte sich anfänglich noch eher wolkenverhangen und mit etwas zurückgegangenen Temperaturen, doch seit Montag legt sich der Frühling wieder richtig ins Zeug – und das dürfte noch eine Weile so bleiben.

Die verschiedenen Wetterdienste gehen davon aus, dass es mit viel Sonne und überdurchschnittlich milden Temperaturen weitergeht, allenfalls etwas eingetrübt von Schleierwolken oder Saharastaub. Die klaren Nächte allerdings sind noch kalt, und Frost ist jederzeit möglich.

Meteoschweiz etwa erachtet zwar für den kommenden Dienstag etwas Regen als nicht ausgeschlossen, skizziert im weiteren Ausblick bis Mitte März aber ein beständiges Hochdruckgebiet über Mitteleuropa, das im Anschluss wieder für sonniges Wetter und Höchsttemperaturen zwischen 10 und 17 Grad sorgen könnte.

Die Berner Meteorologin Fabienne Muriset publiziert seit vielen Jahren auf ihrer spendenfinanzierten Website orniwetter.info eine Monatsprognose. Auch Muriset erachtet im März immer wieder blockierende Hochs irgendwo zwischen Nord- und Mitteleuropa als plausibel, was die atlantischen Störungen nach Norden ausweichen lässt. Die Folge wären ein trockener Monat, aber nicht unbedingt neue Temperaturrekorde, weil klare und frostige Nächte das Temperaturmittel etwas dämpfen.

Das Oberlandwetter

Neu blicken wir immer in der ersten Woche eines neuen Monats zurück auf das Wetter der vergangenen Wochen. Wir richten mit unseren Kameras den Fokus auf Wetterphänomene. Und wir suchen nach Hinweisen, wie sich das Wetter im neuen Monat präsentieren könnte. (zo)

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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