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Gesellschaft

Zuchtshow in der Reithalle

140 flauschige Vierbeiner: Alpakashow begeistert Uster

Am Wochenende wurde die Reithalle in Uster zum Treffpunkt der Schweizer Alpakazucht. Rund 140 Tiere wurden von Züchtern aus der ganzen Schweiz präsentiert und bewertet.

Das zahlreiche Publikum hat grosse Freude an den kuscheligen Tieren.

Foto: André Gutzwiller

140 flauschige Vierbeiner: Alpakashow begeistert Uster

Am Wochenende wurde die Reithalle in Uster zum Treffpunkt der Schweizer Alpakazucht. Rund 140 Tiere wurden von Züchtern aus der ganzen Schweiz präsentiert und bewertet.

Noch bevor der erste Bewertungsdurchgang beginnt, füllt sich die Reithalle in Uster mit Züchtern, Helfern und Besuchern. Alpakas werden vorbereitet, letzte Handgriffe am Vlies vorgenommen, dann geht es in den Ring. Rund 140 Tiere aus der ganzen Schweiz stehen an diesem Wochenende zur Beurteilung – im Rahmen der nationalen Alpakashow in Uster.

Zwischen Flausch und Fachwissen

Im Ring herrscht Ruhe und Aufmerksamkeit. Die Tiere werden einzeln vorgeführt, vermessen und begutachtet. Am Rand verfolgen Besucherinnen und Besucher das Geschehen mit sichtbarer Neugier. Immer wieder bleiben Blicke an besonders dichten, fein gelockten Vliesen oder an markanten Alpaka-Gesichtern hängen.

Die Alpakashow in Uster bietet zahlreiche Nahaufnahmen, aber auch Szenen konzentrierter Arbeit zwischen Mensch und Tier.

Alpakas wecken Sympathie, ihr weiches Fell lädt zum Anfassen ein. An der Show ist das stellenweise möglich – allerdings nur, wenn das Tier ruhig bleibt.

Denn Alpakas kommunizieren klar und setzen ihr bekanntes Spucken gezielt ein, etwa zur Abgrenzung oder bei Stress. Ein falscher Schritt oder ein zu direktes Annähern kann als Provokation verstanden werden. Für viele Besucher gehört dieses Wissen ebenso zur Veranstaltung wie der Blick hinter die Kulissen der Zuchtarbeit.

Mehr als nur Publikumslieblinge

So fotogen die 140 Vierbeiner auch sind: Alpakas sind Nutztiere. Sie liefern eine besonders feine und wertvolle Wolle und sind an karge Bedingungen angepasst.

In der Schweiz werden sie zunehmend auch zur Weidenpflege eingesetzt. Sie fressen Pflanzen, die andere Nutztiere stehen lassen, und leisten damit einen Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Alp- und Grünflächen. Diese Vielseitigkeit macht sie für viele Züchter wirtschaftlich und ökologisch interessant.

Die fachliche Bewertung der Tiere liegt an diesem Tag in den Händen des international erfahrenen Preisrichters Arturo Pena. Sein Urteil ist für die Züchterinnen und Züchter von grosser Bedeutung, denn es beeinflusst Zuchtstrategien und den weiteren Einsatz der Tiere.

Beurteilt werden unter anderem Faserqualität, Körperbau und Gesamteindruck – Kriterien, die auf den ersten Blick nicht immer sichtbar sind, sich aber im direkten Vergleich zeigen.

Für das Publikum hingegen stehen oft andere Aspekte im Vordergrund: Ausdruck, Haltung und natürlich der unverwechselbare Charme der Tiere. Genau diese Mischung aus Fachveranstaltung und visueller Attraktion prägt die Alpakashow in Uster.

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