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Gesellschaft

Unachtsam weggeworfener Müll

Greifensee macht auf Littering-Problem aufmerksam

Immer wieder landet in Greifensee Müll auf öffentlichem Boden statt im dafür vorgesehenen Abfalleimer. Präventive Massnahmen sollen nun die Bevölkerung sensibilisieren.

Koffer, Matratze, Campingklo: Diese Abfälle wurden nicht sachgerecht entsorgt.

Fotos: Gemeinde Greifensee

Greifensee macht auf Littering-Problem aufmerksam

Immer wieder landet in Greifensee Müll auf öffentlichem Boden statt im dafür vorgesehenen Abfalleimer. Präventive Massnahmen sollen nun die Bevölkerung sensibilisieren.

Es ist ein angenehmer Februarmorgen. Einige Spaziergänger geniessen die milden Temperaturen am Uferweg rund um den Greifensee. Doch ein Blick auf den Boden bringt Trübung in die scheinbar harmonievolle Stimmung: Zigarettenstummel hier, Plastikabfälle da. Vor einem Abfalleimer verweilt sogar ein besitzerloses Campingklo, und in einem grünen Container vermisst eine Matratze ihren Mitschläfer.

Beliebte Treffpunkte besonders betroffen

Solche Szenen sind typisch für Littering. Die Gemeinde Greifensee macht deshalb mit einer Sensibilisierungskampagne auf das korrekte Entsorgen von Abfällen aufmerksam. Die Gemeinde hat auf ihrer Website und in ihrer Gemeindezeitung eine entsprechende Mitteilung publiziert, in der sie Hinweise für die richtige Abfallentsorgung gibt. Dadurch liessen sich unnötige Reinigungskosten einsparen, und die Umwelt werde nicht durch liegengelassenen Müll belastet.

Haushaltsabfälle gehören in den dazu vorgesehenen Abfallsack.

Sperrgut muss entsprechend gekennzeichnet werden. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über die korrekte Entsorgung.

Sonderabfälle wie z.B. Lacke, Dünger, Brennsprit, Chemikalien, Abflussreiniger, Leuchtstoffröhren oder abgelaufene Medikamente müssen an den Verkaufsstellen oder beim Sonderabfallmobil abgegeben werden. Weitere Informationen zum korrekten Entsorgen von Sonderabfällen finden Sie auf der Website des Kantons Zürich. (rem)

Das Problem mit Littering hält sich in der kleinen Seegemeinde zwar im Rahmen, wie die Gemeinde Greifensee auf Anfrage einschätzt. «Eine Häufung der Vorfälle gibt es jedoch an Wochenenden oder nach Veranstaltungen sowie an Tagen mit schönem Wetter.»

Littering trete bekannterweise an Orten auf, wo sich viele Menschen treffen. In Greifensee sind dies beispielsweise das Seeufer oder der Weg zum Bahnhof Nänikon-Greifensee. Veränderte Konsumgewohnheiten oder Freizeitangebote können laut der Gemeinde ebenfalls zu Littering beitragen.

Ob strukturelle oder soziale Faktoren ebenfalls zu Littering beitragen, darüber habe man keine klaren Hinweise: «Das unachtsame Wegwerfen von Abfällen ist vor allem verhaltensbedingt.» Die Bevölkerung müsse durch vermehrte Prävention und Sensibilisierung aufgeklärt und ihr Verhalten somit verändert werden.

Die Gemeinde verweist darauf, dass sie auf dem Gemeindegebiet genügend Abfallbehälter zur Verfügung stellt. Um die Sauberkeit auf öffentlichem Grund zu gewährleisten, führe sie zudem regelmässige Reinigungen durch.

Anti-Littering-Kampagnen anderenorts

Greifensee ist dabei nicht die einzige Gemeinde, die Littering den Kampf ansagt: In der Vergangenheit hat unter anderem Illnau-Effretikon mit einer Kampagne namens «ILEF bliibt suuber» auf das Problem aufmerksam gemacht. Die Gemeinde Volketswil verteilte Ende 2021 tragbare Aschenbecher gegen Zigarettenstummel auf der Strasse. In Uster gibt es ein Drei-Säulen-Konzept gegen Littering.

Verwiesen sei auf den national stattfindenden Clean-up-Day, der von der Interessengemeinschaft Saubere Umwelt (IGSU) organisiert wird. An diesem sammeln Freiwillige liegengelassene Abfälle von den Strassen auf und entsorgen diese. Auch im Oberland beteiligen sich jeweils viele Personen an der Aktion.

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