Er bringt die Meute in der Region zum Tanzen
Tagsüber ist er als Bereichsleiter Werke in Fehraltorf tätig, in der Nacht sorgt er immer wieder als DJ Elk für die richtige Partystimmung. Wie es dazu kam, erzählt Thomas Wylenmann hier.
Heute läuft keine Musik. «Ich muss noch den Jahresabschluss fertigstellen. Bei so vielen Zahlen brauche ich meine Ruhe», erklärt Thomas Wylenmann. Er empfängt den Schreibenden in seinem eher nüchtern eingerichteten Büro im Werkhof in Fehraltorf. Nur im Hintergrund ist auf dem Regal die Platte «Bad» von Michael Jackson zu sehen.
Das ist ein Hinweis auf das grosse Hobby des 48-Jährigen aus Russikon, der beruflich als Bereichsleiter Werke in Fehraltorf tätig ist. «Ja, die Mitarbeiter kennen mich als DJ – einige haben schon an Partys teilgenommen, an denen ich aufgelegt habe», verrät Thomas Wylenmann alias DJ Elk, der auf zahlreichen Veranstaltungen im Zürcher Oberland und in der Region für die richtige Musik sorgt.
Und das schon seit Jahren. Seine nächsten Einsätze sind am Samstag, 28. Februar, am Maskenball des FC Russikon, am Freitag, 13. März, im Chesselhuus in Pfäffikon an der Rollschuh-Disco des FC Pfäffikon, am Samstag, 14. März, an der Schneebar des TV Russikon und am Samstag, 11. April, an der Frühlings-Schlagerparty im Chesselhuus.

«Ich bin jetzt noch zirka zweimal im Monat unterwegs, um mit meiner Musik für Stimmung zu sorgen», sagt Wylenmann. Im November und im Dezember 2025 war er zusätzlich noch an zwölf Konzerten der Stubete Gäng dabei – sozusagen als Anheizer. Jeweils zwei Stunden vor dem Auftritt der Band hat er als DJ Stimmung gemacht. «Das war schon unbeschreiblich – ich habe bis zu 3000 Partywütige unterhalten», schwärmt der Russiker.
Zuerst als Helfer begonnen
Angefangen hat er damals als 16-Jähriger – bei der legendären Disco Atlantica in Russikon, die 2025 ihr
35-Jahr-Jubiläum feierte, wobei Thomas Wylenmann am Jubiläumsanlass wieder auflegte. «Ich war damals Oberstufenschüler und habe zunächst als Helfer bei der Disco Atlantica ausgeholfen. Weil es damals nicht so viele DJs hatte, habe ich dann auch angefangen an den Plattentellern.»

Schon bald kamen erste Engagements als Discjockey. Unter anderem im Staff Club in Hinwil, der später nach Wetzikon umzog. Dort übertrug jeweils Radio Top am Freitag die Party, an der Thomas Wylenmann auflegte – oft bis vier Uhr morgens. Und an der Vorparty der Street Parade im Hauptbahnhof Zürich stand er einmal am Musikpult.
Ab 2000 legte er dann schon nicht mehr Platten, sondern CDs im Restaurant Zic-Zac im Zürcher Niederdorf auf. «Ich bin damals noch mit einer Sackkarre und drei Kisten voll mit CDs angereist, um für sechs Stunden genug Musik dabeizuhaben», sagt er und lacht. Und er sorgte damals auch regelmässig auf den offiziellen Zürichsee-Schiffen an Oldie- oder Schlagerpartys für Stimmung.

Ab 2005 spezialisierte er sich auf Partys an Turnfesten. Thomas Wylenmann war selber Präsident des Turnvereins Russikon, wo er heute noch bei der Männerriege aktiv dabei ist.
«Es kommen an einem Turnfest bis zu 3000 Leute im Festzelt zusammen», sagt DJ Elk, «da braucht es ein Gespür dafür, welche Musik man spielen muss, um die Leute zu unterhalten.» Er habe nie eine vorbereitete Playlist dabei, sondern reagiere situativ. Heute kommt der Sound ab Computer per MP3-Dateien – auf seinem Pioneer-Mischpult gibt es noch so etwas wie einen Plattenteller, mit dem die Musikdateien vor und zurück bewegt werden können.
«Der Massstab für einen guten Auftritt ist nicht immer eine volle Tanzfläche. Manchmal stehen die Leute auch gerne an der Bar und hören einfach gute Musik», sagt Wylenmann. Und weiter erklärt er: «Musik abspielen kann eigentlich jeder – es geht als DJ auch darum, die Leute übers Mikrofon zu animieren und anzusprechen – das ist etwas, das mir liegt.»
Einfach ein gutes Gefühl vermitteln
«Ich bin ein Vollblut-DJ, und es macht mir riesigen Spass, mein Publikum mit meiner Musik zu begeistern. Es zum Tanzen zu bringen, zum Lachen, zum Mitsingen. Einfach ein gutes Gefühl zu vermitteln. Ich bin aber auch sehr dankbar, dass meine Familie mein grosses Hobby mitträgt. Das ist alles andere als selbstverständlich.»
Zum Schluss noch: Welches sind seine drei Lieblingslieder, die für Stimmung sorgen? «Insomnia» von Faithless, «It’s My Life» von Dr. Alban und «Levels» von Avicii. Ein Garant für Hühnerhautmomente sei jedoch immer
«W. Nuss vo Bümpliz» von Patent Ochsner.
Und ganz zum Schluss: Woher stammt sein DJ-Name? Eine Biermarke habe damals Werbung mit einer Elchgeweih-Kappe gemacht. Er habe eine solche bei der Disco Atlantica getragen – auf dem nächsten Plakat sei er dann als DJ Elk angekündigt worden.