Sie sorgt dafür, dass die Verstorbenen in Würde verabschiedet werden
Letzte Ruhe
Als Bestattungsbegleiterin unterstützt Karin Hosang seit 20 Jahren Angehörige und Trauergäste auf den Friedhöfen von Illnau-Effretikon. Dass ihr dabei selbst auch mal die Tränen kommen, gehört für sie dazu.
Karin Hosang dreht sich um die eigene Achse: «Ist das nicht ein friedvoller Ort?» Der Friedhof Zelgli präsentiert sich an diesem trüben Februarmorgen grau in grau. Für Farbtupfer sorgen ein paar rote Grabkerzen – und das Gelb eines Bunds Osterglocken, den jemand auf einem Grab abgelegt hat.
Die 59-Jährige ist eine von vier Bestattungsbegleiterinnen der Stadt Illnau-Effretikon. Bei Beisetzungen stehen diese den Trauernden auf den Friedhöfen in Effretikon, Illnau und Kyburg zur Seite und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Karin Hosang ist mit 20 Jahren die Dienstälteste.
Pro Jahr kommt sie zwischen 20 und 30 Mal zum Einsatz. Es komme äusserst selten vor, dass Angehörige beim vorangehenden Trauergespräch mit der Stadt auf den unentgeltlichen Dienst verzichten würden. «Und wenn es keine Hinterbliebenen gibt, wie kürzlich bei einer Urnenbeisetzung, sind wir es, die neben dem Pfarrer der verstorbenen Person das Ehrengeleit geben.»
