«Dieses Filmemachen, das ist mein Traumjob»
Journalist des Jahres 2025 wohnt in Uster
Christof Franzen ist es gewohnt, andere erzählen zu lassen. Als Journalist des Jahres 2025 steht er nun selbst im Rampenlicht – und gewährt einen Einblick in sein Leben in Uster und Russland, seine Arbeit und seine Schwächen.
Normalerweise ist Christof Franzen derjenige, der bei einem Treffen Fragen stellt und andere erzählen lässt. Das macht der SRF-Journalist so gut, dass er sich den Titel Journalist des Jahres 2025 vom Branchenmagazin «Schweizer Journalist:in» verdient hat. Nun ist er es, der im Rampenlicht steht – und selbst erzählt. «Ich bin eher der Zuhörer. Das ist jetzt schon ungewohnt», sagt er fast verlegen, als er sich mit der Redaktorin auf einen Kaffee trifft.
Verlegenheit – nicht unbedingt das erste Wort, das einem zu Christof Franzen einfällt, weder im echten Leben noch im Fernsehen. Viele kennen ihn von Direktschaltungen der «Tagesschau» aus Moskau.
Beim Treffen in Zürich strahlt er Wohlwollen aus, aber auch Konzentration und Nachdenklichkeit. Strammen Schrittes bewegt er sich durch den Raum, die meisten Menschen überragt er leicht. Und doch hat er etwas Zugängliches an sich, vor allem wenn er zu sprechen beginnt: Der charmante Walliser Dialekt holt einen sofort ab.

