Gesellschaft

Bessere Anschlüsse

Pro Oberland bringt neuen Vorschlag für Züge ins Bündnerland ein

Zu Testzwecken verkehren regelmässig Züge vom Oberland ins Bündnerland. Die Vereinigung Pro Oberland schlägt nun die S5 statt die S15 als Direktzug vor.

Die Vereinigung Pro Oberland engagiert sich für den Bahnverkehr in der Region und hat Verbesserungsvorschläge für die direkte Verbindung vom Oberland nach Graubünden. (Archiv)

Foto: Aline Ilk

Pro Oberland bringt neuen Vorschlag für Züge ins Bündnerland ein

Bessere Anschlüsse

Zu Testzwecken verkehren regelmässig Züge vom Oberland ins Bündnerland. Die Vereinigung Pro Oberland schlägt nun die S5 statt die S15 als Direktzug vor.

Noch bis zum 15. März 2026 wird an den Wochenenden die S15 (Niederweningen–Rapperswil) nach Chur verlängert – morgens zweimal hin, abends zweimal zurück.

Die SBB wollen im Rahmen eines Markttests mit dieser Direktverbindung eine komfortable und ökologische Reisemöglichkeit vom Zürcher Oberland in die beliebte Tourismusregion Graubünden anbieten. Im Sommer soll ein weiterer Markttest erfolgen – von Anfang Juni bis Ende September.

Mit dem Markttest wollen die SBB prüfen, ob eine dauerhafte Direktverbindung zwischen dem Zürcher Oberland und Graubünden sinnvoll ist. Der Erfolg wird an den Kriterien Fahrgastzahlen, Zufriedenheit der Reisenden und Wirtschaftlichkeit getestet.

Die Abfahrtszeiten der Direktverbindungen am Samstag und Sonntag ab Uster sind um 6.54 Uhr und um 7.54 Uhr. Die Rückfahrt ab Chur gibt es um 16.23 Uhr und um 17.23 Uhr. Zwischen Rapperswil und Chur halten die Züge in Pfäffikon SZ, Ziegelbrücke, Unterterzen, Sargans, Bad Ragaz und Landquart. Allerdings dauern in Landquart und Chur die Umsteigezeiten für die Weiterfahrt jeweils relativ lang.

Die Reisenden entscheiden

Für die Vereinigung Pro Oberland, die sich für den Schutz der Landschaft des Zürcher Oberlands einsetzt, ist diese neue Direktverbindung eine gute Sache. Sie unterstützt die Bestrebungen der SBB, den jahrzehntealten Wunsch nach umsteigefreien Bahnverbindungen vom Zürcher Oberland nach Sargans, Landquart und Chur umzusetzen.

Der Gedanke, diese Verbindung mit der S-Bahn zu verknüpfen, sei aus Sicht von Pro Oberland erfolgversprechend, schreibt die Vereinigung in einer Mitteilung: Die S-Bahnen sammeln in Stadelhofen, Uster, Wetzikon, Bubikon, Rüti, Jona und Rapperswil die Fahrgäste und bringen sie nach Pfäffikon SZ, wo die Fahrt nach einer kurzen Spitzkehre und ohne Umsteigen nach Chur weitergeht.

S5 statt S15 wäre sinnvoller

In ihrer Mitteilung äussert Pro Oberland in dieser Sache aber auch einen Wunsch: Die Vereinigung würde es begrüssen, wenn im Sommer 2026 anstelle der S15 die S5 als Direktzug nach Chur verlängert würde.

Die S5 verkehrt halbstündlich und eine Viertelstunde verschoben zur S15 und würde dadurch bessere Anschlüsse sowohl im Oberland als auch in Landquart und in Chur anbieten. Das wäre jede Stunde möglich, nämlich immer dann, wenn eine der beiden S5, die halbstündlich bis nach Pfäffikon SZ geführt werden, dort aber Richtung Chur ins Leere läuft.

In Pfäffikon SZ besteht nur jede Stunde ein Anschluss auf den IR35 Zürich–Chur. Wenn die S5 mit einer Spitzkehre in Pfäffikon SZ nach Chur fahren wird, kann sie in das Trassee des nicht verkehrenden IR35 gelegt werden. Sie würde zwischen Pfäffikon SZ und Chur den fehlenden Halbstundentakt bringen.

Bei der Beibehaltung der S15-Lösung blieben die Umsteigezeiten in Landquart und in Chur eher lang, eben um eine Viertelstunde länger als bei einer S5-Lösung.

Mit einer S5-Lösung werden auch im Oberland die Anschlüsse auf die Buslinien in aller Regel um eine Viertelstunde kürzer, so in Uster, Wetzikon, Bubikon, Rüti und Jona. «Im Zürcher Oberland sind die Anschlüsse von anderen Bahn- und Buslinien in den Knotenbahnhöfen auf die S5 ausgerichtet», schreibt Pro Oberland in der Mitteilung abschliessend. (mre)

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