Die jungen Reporterinnen und Reporter sind unterwegs
Am Zukunftstag 2025 besuchen 16 Nachwuchsredaktorinnen und -redaktoren die Redaktion der Zürcher Oberland Medien. Sie beschäftigen sich mit dem Thema Politik, führen eigene Interviews und schreiben einen Zeitungsartikel.
Heute sind in der Redaktion der Zürcher Oberland Medien nicht nur Erwachsene unterwegs – sechzehn Jugendliche schnuppern am Zukunftstag 2025 Redaktionsluft. In diesem Rahmen erleben sie, wie Journalistinnen und Journalisten arbeiten und werden gleich selbst zu Schreiberlingen. Hier die ersten Impressionen von einem Vormittag unterwegs. Mittlerweile ist auch die Mittagspause vorbei – es gab Pizza für alle!
Auf der Strassen wildfremde Menschen befragen? Das ist nicht immer einfach. Aber unsere Zukunftstag-Crew hat allen Mut zusammengenommen und viele Menschen getroffen – und auch einen «Berufskollegen». Am Nachmittag geht es dann darum, alles zu verarbeiten, Texte zu schreiben, die Bilder zu ordnen, einfach alles, was zu einem Reporteralltag gehört.
Bevor es losging, gab es Znüni
Mit leerem Magen ist schlecht arbeiten. Das kennen wir alle. Drum wurden unsere jungen Kolleginnen und Kollegen zuerst mit einem ordentlichen Znüni verpflegt.



Im Zuge der kommenden Wahlen im März 2026 hat sich die Redaktion überlegt, was Politik überhaupt für Kinder und Jugendliche bedeutet, was sie darüber wissen und was sie interessieren würde. Im Vorfeld wurden sie dazu befragt und das haben sie geantwortet:
«Zum Beispiel, wenn es um den Abschuss der Wölfe ging.»
Diego Heusser, 13 Jahre, aus Bubikon
Diego: «Politik entscheidet, was auf der Welt passiert.»
Mit dem Thema in Berührung gekommen ist der 13-jährige im Rahmen von Abstimmungen – «Zum Beispiel wenn es um den Abschuss der Wölfe ging.» Interessieren würde ihn, was mit dem Spital Wetzikon passieren wird.
Entscheidungen in der Schweiz
Ivan Lardizzone, 12 Jahre, aus Arbon
Ivan: «Politik bedeutet, dass Menschen Regeln und Entscheidungen für das Land oder die Gemeinde treffen.»
In Berührung ist er damit aber noch nicht direkt gekommen. Es würde ihn allerdings interessieren, wie Entscheidungen in der Schweiz getroffen werden.
Mehr Freizeitangebote für Kinder
Olivia Stillhart, 12 Jahre, aus Dürnten
Olivia: «Politik bestimmt Sachen für das Land oder den Kanton.»
Davon hat sie auch schon mitbekommen – und zwar, wenn ihre Eltern über die Abstimmungen reden. Interessant wäre für Olivia, ob es die Möglichkeit für mehr Freizeitangebote für Kinder gibt.
Wie viel es kostet, zu regieren
Tim Bätschmann, 10 Jahre, aus Wetzikon
Tim: «Politiker:innen schauen für die Umwelt. Sie regieren das Land.»
Damit in Berührung gekommen ist er auch schon, denn seine Oma ist Politikerin. Interessieren würde Tim, wie viel es kostet, zu regieren.
«Wie trifft er die Wahl?»
Malik Zöllig, 11 Jahre, aus Fischenthal
Malik: «Politikerinnen und Politiker sind Menschen, die wir wählen und die dann Entscheidungen treffen, die für uns alle Auswirkungen haben.»
In Berührung ist Malik damit auch schon gekommen: «Ich habe mitbekommen, wie über die Jugendarbeit und eine Pumptrack abgestimmt wurde. Und jetzt hat es in Fischenthal eine Jugendarbeit, wir können jeweils mittwochs und donnerstags in den Jugendraum und auch den Pumptrack benutzen.»
Interessieren würde ihn, wie ein Politiker oder eine Politikerin entscheidet, was gerade am wichtigsten umzusetzen ist. «Wie trifft er die Wahl, wie kann er oder sie persönliche Interessen hintenanstellen?»
Abschaffung von Frühfranzösisch
Nevio Wüthrich, 11 Jahre, aus Turbenthal
Nevio: «Bis jetzt bedeutet Politik für mich noch nichts.» Bisher ist er auch noch nicht mit Politik in Berührung gekommen – es würde ihn aber interessieren, ob man Frühfranzösisch abschaffen könnte.
Bundesbern und Dorfpolitik
Max Bieri, 13 Jahre, aus Turbenthal
Max: «Politik ist für mich etwas das von gewählten und wichtigen Leuten bestimmt oder umgesetzt wird. Politik ist auch Mitbestimmung der Bevölkerung.»
Max ist bereits vertraut mit Politik, denn seine Mutter ist in der Rechnungsprüfungskommission. Interessieren würde ihn, was in Bundesbern und der Dorfpolitik passiert.
«Wie weiss man, dass bei einer Abstimmung nicht geschummelt wird?»
Devin Marzo, 11, aus Saland
Devin: «Für mich bedeutet Politik, wenn man um etwas diskutiert und wenn man abstimmt für ein Thema.»
Devin hatte bereits auch schon Berührungspunkte mit politischen Themen: «Ich habe schon Sachen über die Politik im TV gesehen. Zum Beispiel über die Abstimmung in Amerika.» Interessiere würde ihn, wie man weiss, dass bei einer Abstimmung nicht geschummelt wird. Und ob es in jedem Land gleich läuft mit der Politik.
Lebensraum der Eisbären erhalten
Vera Tonezzer, 13 Jahre, aus Wolfhausen
Vera: «Politik verbinde ich mit dem Geschehen auf der Welt und den verschiedenen Meinungen von Personen. Diese diskutieren miteinander und entscheiden gemeinsam mit den Einwohnern eines Landes wie sie leben wollen und was für alle gerecht ist.»
Damit in Berührung gekommen ist Vera auch schon – unter anderem durch die Medien, wo sie erfährt, was in der Welt so geschieht. «Beim Abendessen kommen wir manchmal ins Gespräch über das Geschehene und diskutieren miteinander. Ab und zu schauen wir auch die Tagesschau oder meine Eltern erzählen etwas, das sie in der Zeitung gelesen haben.»
Interessieren würde Vera, Fragen rund um die Umwelt und das Klima – beispielsweise was wir in der Schweiz dazu beitragen können, um den Lebensraum der Eisbären zu erhalten.
«Politik hat für mich mit Regierung zu tun.»
Nelio Mirra, 12, aus Nänikon
Nelio: «Politik hat für mich mit Regierung zu tun.»
Berührungspunkte hatte Nelio damit aber noch nicht. Es würde ihn allerdings interessieren, wie man Politiker oder Bundesrat wird.
Schülerparlament und Wahlplakate
Alina Beeli, 12 Jahre, aus Illnau
Alina: «Erwachsene reden viel über Politik. Es klingt interessant, da man über vieles entscheiden kann.»
Im Schülerparlament und durch Wahlplakate ist Alina ausserdem bereits mit Politik in Berührung gekommen. Interessieren würden sie folgende Fragen: Was ist Politik? Was macht man als Politiker? Wie wird man Politiker? Welche Ebenen gibt es?
«Ich lese jeden Morgen die Zeitung 20 Minuten»
Yamaru Vacher, 11 Jahre, aus Turbenthal
Yamaru: «Für mich bedeutet Politik nicht besonders viel, nur das manchmal dort irgendwelche Sachen abgestimmt werden können.»
Der 11-jährige ist aber bereits mit politischen Themen in Kontakt gekommen: «Ich lese jeden Morgen die Zeitung 20 Minuten und höre auch ab und zu die Nachrichten im Radio und ich glaube es enthält schon Politik.» Interessieren würde ihn, ob die Schweiz die einzige Eidgenossenschaft ist.
Diskussionen am Esstisch
Sophia Kaspar, 13 Jahre, aus Wolfhausen
Sophia: «Politikerinnen und Politiker entscheiden über unser Land und über unsere Gesetze.»
Damit kam die 13-jährige auch bereits selbst in Berührung – denn am Esstisch diskutiere ihre Familie oft über aktuelle Themen. Interessieren würde sie das Thema Sozialpolitik und wie man Politikerin werden kann.
Neubau der Schule
Levin Scheck, 11, aus Bubikon
Levin: «Entscheidungen treffen, Regeln erstellen, Abstimmen, Bestimmen» – das bedeutet Politik für Levin. Im Zuge des Neubaus seiner Schule ist er auch schon damit in Berührung gekommen.
Bestimmte politische Interessen oder Erwartungen hat er keine – und lässt sich überraschen, was für Inputs er am Zukunftstag bekommt.
Andere Interessen
Nina Mordasini, 11 Jahre, aus Wetzikon
Nina: «Ich weiss noch zu wenig über Politik, um diese Frage zu beantworten.» Mit Politik in Berührung gekommen ist Nina auch noch nicht – und ihre Interessen liegen aktuell noch bei anderen Themen.
Begleitet von erfahrenen Redaktorinnen und Redaktoren lernen sie am Zukunftstag, was Politik im Alltag bedeutet, wo man mitbestimmen kann und warum das Thema auch für junge Menschen wichtig ist. In Teams erarbeiten sie eigene Fragen, interviewen lokale Politikerinnen und Politiker, machen Fotos und verfassen selbst Artikel, die am Samstag in der Tageszeitung erscheinen.
Gesprächspartner sind unter anderem der Russiker Gemeindepräsident Philip Hirsiger (parteilos), sein Amtskollege Simon Mösch (Die Mitte) aus Wila, der 2026 nicht mehr antritt, sowie der Wetziker Schulpflege-Vizepräsident Joachim Meissner (parteilos).