Sanierte Berufsschule Wetzikon ist eingeweiht
Alles unter einem Dach
Neue Fassade, offenes Raumkonzept und nachhaltige Technik: Nach dreijähriger Sanierung präsentiert sich die Gewerbliche Berufsschule Wetzikon in neuem Erscheinungsbild.
Nach knapp drei Jahren Bauzeit ist die sanierte Gewerbliche Berufsschule Wetzikon (GBW) am Dienstag offiziell eingeweiht worden. Die Anlage an der Gewerbeschulstrasse 10 bietet Platz für rund 2600 Lernende und fasst die bisherigen Standorte unter einem Dach zusammen.
An der Einweihung nahmen Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Die Mitte), Kantonsbaumeister Beat Pahud, GBW-Rektor Marco Fonti sowie Architekt Andreas Galli von der Galli Rudolf Architekten AG teil.
Ziel der Sanierung war, die verschiedenen Fachbereiche — Automobile, Bau, Elektro, Garten, Holz und Unterhalt — in einem zusammenhängenden Schulbetrieb zu vereinigen. Damit entfallen die bisher extern angemieteten Standorte an der Poststrasse und im Guldisloo. Alle Unterrichtsflächen sind nun zentral an der Gewerbeschulstrasse untergebracht.
Im Erdgeschoss wurde ein neuer Eingangs- und Empfangsbereich geschaffen: Der bisherige Nebeneingang an der Tödistrasse fungiert künftig als Haupteingang, weil er näher an der Bushaltestelle und dem Dorfzentrum liegt.


Die Innenräume wurden mit hellen Korridoren, offenen Aufenthalts- und Selbstlernzonen sowie akustischen Verbesserungen neu organisiert. Die erweiterte Mensa und ein zusätzlicher Mehrzweckraum bieten Platz für grössere Informationsveranstaltungen; diese Räume sollen nach Angaben der Schule auch extern genutzt werden können. Im Aussenbereich entstand ein Freiluft-Werkhof, der als Pausen- und Begegnungsort dienen soll.
Ein Novum für Schweizer Schulgebäude
Technisch orientiert sich das Projekt an Energiesparzielen: Die Schulanlage erfüllt den Nachhaltigkeitsstandard des Kantons Zürich, und die Fassade sowie die Gebäudehülle wurden energetisch optimiert. Somit entspricht der Bau dem Minergie-Standard.
Zur Haustechnik gehören eine Photovoltaikanlage und – wie das Architekturbüro hervorhebt – dezentrale Lüftungsgeräte, die direkt in die Fassade eingebaut sind. Nach Angaben der Planer ist dies ein Novum für Schweizer Schulgebäude.

Das Architekturbüro Galli Rudolf betont, dass beim Umbau bewusst ein Prinzip des «Weiterbauens» verfolgt wurde: Historisch werterhaltenswerte Elemente wie die markanten Treppenhäuser aus den 1960er Jahren blieben erhalten, gleichzeitig erhielt die Anlage eine einheitliche Fassadengestaltung.
Die Bauarbeiten hatten 2022 begonnen und wurden planmässig zum Beginn des Schuljahrs im September 2025 abgeschlossen.