Ohne Umsteigen vom Oberland ins Bündnerland: SBB starten Testphase
Gemütlich sitzen bleiben, ohne mühsames Umsteigen bis nach Chur – das testen die SBB aktuell. Bei der ersten Fahrt waren die Rückmeldungen positiv, bis auf eine.
«Zeit ist Geld» – dieses Sprichwort schreiben sich die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) dick hinter die Ohren. Wieso also nicht mühsame Umsteigezeiten streichen und direktere Verbindungen schaffen? Etwas, das die SBB derzeit vom Oberland ins Bündnerland testet.
Es ist kurz vor 7 Uhr. An diesem Samstagmorgen reflektieren erste Sonnenstrahlen auf den nassen Gleisen. Der Bahnhof Uster ist noch relativ leer. Und doch warten einige Reisende mit vollgepacktem Wanderrucksack auf den Zug. Familien mit Kindern sind in den frühen Morgenstunden ebenfalls bereits unterwegs. Auch sie sehen so aus, als hätten sie einen Ausflug in die Berge geplant.
Wer vom Oberland mit dem Zug nach Graubünden reist, ist sich gewohnt, in Pfäffikon SZ oder Rapperswil umsteigen zu müssen. Etwas, das bei der heutigen Fahrt wegfällt, denn es handelt sich um einen Extrazug. Im Rahmen eines Markttests wird an allen Wochenenden im September die S15 bis nach Chur verlängert – morgens zweimal hin, abends zweimal zurück. Zwischen Rapperswil und Chur halten die Züge in Pfäffikon, Ziegelbrücke, Unterterzen, Sargans, Bad Ragaz und Landquart.

