Ihr Film nimmt die Zuschauer auf eine packende Zeitreise mit
Zum Jubiläum der Stadt Uster hat ein dreiköpfiges Team einen Animationsfilm kreiert. Was dieses Werk so anders macht und weshalb es auch über die Stadtgrenze hinaus spannend sein könnte.
Im Rahmen des Stadtjubiläums wird in Uster der neue Animationsfilm «Wer vor uns da war – 12½ Ustergeschichten aus 1250 Jahren» gezeigt. Ein Film über die Geschichte einer Stadt – da mag vielleicht manch eine Person desinteressiert die Nase rümpfen.
Vor dem Interviewtermin lag der Autorin ein Link vor, um sich einen Eindruck vom Film zu verschaffen. Durch persönliche Erinnerungen an die geschichtlichen Lehrfilme aus Schulzeiten waren die Erwartungen nicht allzu hoch. Oft waren diese Filme langweilig. Oder man verlor den Überblick, wo die einzelnen Ereignisse auf dem Zeitstrahl einzuordnen waren.
Umso angenehmer war die Überraschung beim vermeintlichen «Reinschauen» in die Ustergeschichten. Denn aus dem Reinschauen wurde ein gefesseltes Eintauchen, das die Umgebung inklusive Telefonanrufe völlig ausblenden liess.
Der 41-minütige Film ist anders. Er kommt daher wie ein Kunstprojekt: Die Illustrationen und Animationen sind wohltuend auf das Wesentliche reduziert. Die Soundeffekte erzeugen Atmosphäre: Von Spannung, etwa wenn der Sattler den Pfarrer mit der Pistole bedroht, über Düsterheit bei der Pest bis zu skurrilem Witz, als eines der ersten Autos vorüber knattert.

