Dieses Einfamilienhaus in Uster ist unter den Hammer gekommen
Zahlreiche Schaulustige werden Zeugen einer Zwangsversteigerung, bei der auch bewaffnete Polizisten vor Ort sind. Warum das Haus in der Familie bleibt – und man vergeblich auf den Auktionshammer wartet.
Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: In Uster wurde am Dienstag ein Grundstück mit Einfamilienhaus und Schopf für 1,38 Millionen Franken versteigert. «Nur einen Auktionshammer habe ich leider nicht», sagt Simona Berchtold, die Leiterin des Betreibungsamts Uster, mit einem Augenzwinkern.
Eine Versteigerung durchzuführen, gehöre für die Ustermer Betreibungsbeamten nämlich nicht zum Tagesgeschäft. 2022 habe sie die letzte Immobilie versteigert. «Entsprechend waren heute einige unserer Mitarbeitenden vor Ort, um dieses aussergewöhnliche Geschehen zu Schulungszwecken mitzuverfolgen.»
Neben einigen Angestellten der Stadt Uster fanden rund 30 Personen den Weg in den von bewaffneten Polizisten bewachten Theoriesaal im Stadthaus West. Warum sie bewaffnet sind, dazu später mehr. Es sollte sich herausstellen, dass nur die wenigsten der Anwesenden zu den Kaufinteressenten gehörten.
Die meisten von ihnen waren Zuschauer – viele gesetztere Männer und einige jüngere Frauen. «Auch an den beiden vorgängigen Immobilienbesichtigungen nahmen viele aus Neugier teil», erzählt die Betreibungsbeamtin. Da es sich bei einer Versteigerung um einen öffentlichen Anlass handelt, lässt sich das nicht vermeiden.

