Pfäffiker- und Greifensee sind frei von Quaggamuscheln: Wie lange noch?
Umstrittene Massnahmen
«Gründlich reinigen: Was heisst das eigentlich?» Der Verein Pro Pfäffikersee fragt sich, ob die aktuellen Regeln gegen die Einschleppung der invasiven Quaggamuschel ausreichen.
Im Herbst 2024 schlug der Kanton Zürich Alarm: Die gefürchtete Quaggamuschel war erstmals im Zürichsee entdeckt worden. Rund um den Pfäffiker- und den Greifensee informierten Warnschilder, die titelten: «Vorsicht, blinder Passagier». Die Muschel stammt ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum, breitet sich seit Jahren rasant aus – und richtet in Europas Gewässern grossen Schaden an.
Die fingernagelgrosse Muschel frisst einheimischen Fischen das Plankton weg, verstopft wichtige Infrastruktur in den Gewässern und überwuchert Hafenanlagen.
Der Schädling vermehrt sich schnell und verkrustet somit auch wichtige Vorrichtungen, zum Beispiel Leitungen der Trinkwasserversorgung am Bodensee, die nun viel öfters geputzt werden müssen. Wo sich die Muschel einmal angesiedelt hat, ist sie kaum mehr loszuwerden.

