Gossauer Landwirt kämpft wegen eines geplanten Velowegs um seine Apfelbäume
Bei der Mönchaltorferstrasse zwischen Gossau und Mönchaltorf soll ein neuer Fuss- und Veloweg entstehen. Nicht jeder ist begeistert darüber.
Es war keine schöne Nachricht für den Gossauer Landwirt Alfred Wild. Der 78-Jährige, der 273 Apfelbäume bewirtschaftet, erfuhr kürzlich, dass er vielleicht bald eine ganze Reihe an Bäumen verliert. Dies wegen eines geplanten Neubaus eines Fuss- und Velowegs zwischen Gossau und Mönchaltorf.
Wild besitzt an der Mönchaltorferstrasse, die als Verbindung zwischen Gossau und Mönchaltorf dient, rund drei Hektaren Land. Darauf züchtet der Landwirt Spezialmostäpfel. Der hohe Zucker- und Säureanteil in solchem Qualitätsmostobst sei sehr gefragt, erzählt Wild. «Mein Abnehmer ist eine Mosterei in Steinmaur.»
Neu soll aber auf der Mönchaltorferstrasse – teils auf Wilds Land – für 5,2 Millionen Franken ein Velo- und Fussweg gebaut werden. Der Kanton möchte eine direkte und sichere Veloverbindung für den Alltags- und Freizeitverkehr schaffen und eine klar definierte Veloführung erstellen, die momentan vor Ort nicht vorhanden ist.

