Gesellschaft

Biberrevier an der Glatt

Nach blutigem Angriff: Warnt die Stadt Dübendorf nun vor bissigem Biber?

Erneut wurde an der Glatt ein Hund durch einen Biber verletzt. Nun besprechen Stadt und Kanton, ob Massnahmen nötig sind.

Biber sind strikte Veganer, auch wenn die «Blick»-Schlagzeile etwas anderes vermuten lässt.

Foto: Pixabay/Screenshot «Blick»

Nach blutigem Angriff: Warnt die Stadt Dübendorf nun vor bissigem Biber?

Erneut wurde an der Glatt ein Hund durch einen Biber verletzt. Nun besprechen Stadt und Kanton, ob Massnahmen nötig sind.

Es sind drastische Szenen, die Naomi Dimitri gegenüber dem «Blick» beschreibt. Sie sei mit ihrem Hündli Lili (7) in Dübendorf an der Glatt spazieren gegangen, als ein Biber ihren Labradoodle im Wasser attackiert habe. Sie sei ihrer Hündin zu Hilfe geeilt, worauf der Biber schliesslich von Lili abgelassen habe.

Ihr Hund hatte stark geblutet und musste im Tierspital operiert werden. Die Hundehalterin sagt gegenüber dem «Blick»: «Ich war extrem schockiert über die Aggressivität dieses Bibers.» Ihren Hund werde sie an der Stelle nicht mehr ins Wasser lassen. Der Vorfall ereignete sich Mitte Juni.

Den Nachwuchs verteidigen

Seitens der Biberfachstelle des Kantons Zürich heisst es, dass Biber ihr Revier verteidigten und auch angreifen könnten, wenn man ihren Jungen zu nahe komme oder sie sich in die Enge getrieben fühlten.

Wäre es also angebracht, in der Jungtier-Aufzuchtzeit zwischen April und August Warntafeln aufzustellen? Zumal bereits vor zwei Jahren etwas weiter flussaufwärts in Fällanden schon mal ein Hund von einem Biber gebissen wurde. Damals hiess es auf Tele Züri, der Biber habe sogar Vögel angegriffen.

Massnahmen prüfen

Christof Elmiger von der Biberfachstelle sagt auf Anfrage, dass einzelne Tafeln an neuralgischen Punkten durchaus Sinn machen könnten, um Menschen und insbesondere Hundehalter auf die Reviere der Biber aufmerksam zu machen. «Es ist halt immer die Frage, wie viele Schilder man in der Landschaft will.»

Die Biberfachstelle wird gemäss Elmiger nicht von sich aus tätig, steht Gemeinden und dem Kanton aber beratend zur Seite.

Laut dem Dübendorfer Stadtschreiber Mathias Vogt ist seitens der Stadt keine unverzügliche Reaktion geplant. Er sagt aber: «Wir werden gemeinsam mit den involvierten Stellen von Stadt und Kanton prüfen, ob aufgrund des Vorfalls Massnahmen angezeigt sind.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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