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Alt werden in Weisslingen: Viele wollen möglichst lang daheim wohnen

Der Gemeinderat fragte mittels Katalog und fast 300 Menschen antworteten. Selbstständigkeit im Alter, der Wunsch der meisten.

Die Gemeinde wollte wissen, wie und wo die Weisslinger im Alter wohnen wollen. (Archiv)

Foto: Madeleine Schoder

Alt werden in Weisslingen: Viele wollen möglichst lang daheim wohnen

Wisligerinnen und Wisliger

Die Ergebnisse einer Altersumfrage bestätigen den Gemeinderat in vielen Annahmen. Dass es beim Informationsfluss hapert, liegt auch an den Senioren.

Almut Berger

So lange wie möglich in den vier eigenen Wänden leben können und sich gegebenenfalls von der Spitex unterstützen lassen – das wünschen sich die Wisligerinnen und Wisliger fürs Alter. Der Gemeinderat hatte Ende letzten Jahrs eine Altersumfrage initiiert. Nun liegen die Ergebnisse vor. Fast 300 Menschen hätten den Fragenkatalog ausgefüllt, schreibt er in einer Mitteilung.

Rund drei Viertel der Teilnehmenden seien Ehepaare mit Wohneigentum, geht Clemens Wangler (Wisliger Forum), Gemeinderat und Ressortvorstand Gesellschaft, auf Anfrage ins Detail – «die meisten bereits im Pensionsalter». Generell würden sie sich mit der aktuellen Lage in der Gemeinde zufrieden zeigen.

Selbständigkeit mit hohem Stellenwert

Die Antworten hätten zudem viele Annahmen des Gemeinderats bestätigt. Dazu gehöre unter anderem auch der hohe Stellenwert der Selbständigkeit im Alter. «Häufig genannt wurden auch die Wichtigkeit einer vertrauten Umgebung sowie der Wunsch nach einer alltagsnahen Unterstützung.»

Keine eindeutigen Aussagen gebe es hingegen zu einem möglichen Ausbau der bestehenden Pflegeheime oder des Alterswohnungsangebots. Die Gemeinde Weisslingen ist am Alters- und Pflegeheim Rosengasse in Russikon beteiligt, wo demnächst eine Sanierung respektive ein Neubau ansteht.

«Die drei an der Rosengasse beteiligten Gemeinden sind dabei, für die Rosengasse eine zukunftsfähige Lösung zu finden und umzusetzen», sagt Clemens Wangler. «Die Pflegebettenplanung des Kantons, die aktuell im Gange ist, spielt dabei eine sehr wichtige Rolle.»

Eine weitere Erkenntnis aus der Umfrage betrifft den Informationstransfer. «Auch wenn viele Informationen schon jetzt bei der Gemeinde wie auch im Internet erhältlich sind, muss das Wissen darum noch ausgebaut werden.» Ein aktuelles Beispiel sei die seit dem 1. Januar geltende Zusatzleistungsverordnung zur AHV. «Viele Senioren in Wislig wissen gar nicht, worauf sie eigentlich Anrecht hätten.»

Beratung durch Altersbeauftragte

Hier sieht der Ressortvorstand Gesellschaft aber auch die Betroffenen in der Pflicht. «Die Wisliger und Wisligerinnen müssen sich gewisse Informationen auch aktiv holen.» Da gäbe es noch viel Luft nach oben, wie er sagt. So habe die Gemeinde im letzten Jahr einen Anlass zum Thema Notruf 144 organisiert, der gerade für Senioren viele wichtige Informationen vermittelt habe. «Gekommen sind leider effektiv nur sehr wenige Menschen.»

Clemens Wangler setzt seine Hoffnung nun auch auf die Altersbeauftragte der Gemeinde. Diese ist seit dem 1. Januar im Amt. «Bei ihr liegt der bei der Umfrage immer wieder genannte Wunsch nach mehr Information und Beratung in guten Händen – vorausgesetzt, die Leute kontaktieren sie auch.»

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