Sie sorgen in der Badi Hinwil für Sicherheit und Sauberkeit
Mit neuer Bademeisterin und zusätzlichem Bademeister in die Saison
Seit Donnerstag ist die Badi Hinwil wieder geöffnet. Im Vorfeld gab es bis zum Auftakt in die Saison noch viel zu tun – wie ein Besuch vor Ort letzte Woche zeigte.
Seit Donnerstag ist die Badi Hinwil in die neue Saison gestartet, die bis am 14. September dauert. Schon einen Monat vor dem Badi-Start haben Chefbademeister Michael Müller, Manuela Lipovsky, stellvertretende Bademeisterin, und Samuel Hächler, der seit dieser Saison als zusätzlich dritter Bademeister angestellt ist, die Anlage auf Vordermann gebracht.
Beim Besuch vor Ort, eine Woche vor Saisonbeginn, herrschen herrliche Bedingungen. Hoch oben am blauen Himmel ziehen weisse Schäfchenwolken vorbei. In den Wasserbecken glitzern die Sonnenstrahlen, und auf dem satten Grün der Liegewiese werfen die hohen Bäume einen Schatten.
«Wir haben die schönste Badi der ganzen Schweiz – das sagen zumindest unsere Besuchenden», erzählt Michael Müller mit einem breiten Lächeln. Er ist nun in seine 15. Saison als Bademeister gestartet. Die Arbeitstage sind lang: Los geht es um 8 Uhr, Schluss ist oft erst gegen 21 Uhr. «Wir reinigen beispielsweise jeden Tag die WC-Anlagen und die Garderoben», sagt Müller. Nach Saisonschluss bauen die Bademeister, die bei der Gemeinde angestellt sind, erstmals ihre Überstunden ab.
Michael Müller ist im Winter noch als Kontrolleur der Schutzräume in der Gemeinde tätig. Und Manuela Lipovsky, die in ihre erste Badisaison in Hinwil gestartet ist, arbeitet in den Wintermonaten als Abwartin im Schulhaus Breite.
Über die Wintermonate verblieb das Badewasser im Becken. «Das schützt unter anderem die Folie auf dem Beckenboden», erklärt der Chefbademeister. Im April wurde das Wasser nun abgelassen. 2,5 Millionen Liter Frischwasser wurden eingefüllt – was rund drei Tage dauerte.
An diesem Tag ist gerade noch der Brunnenmeister vor Ort. «Das Wasserbecken leckt irgendwo. Es verliert Wasser – noch müssen wir nach der Ursache suchen», sagt Michael Müller. Auch müsse er Enten vertreiben, die hier ausserhalb der Saison gerne im Wasserbecken tummeln.
Derweil sorgt Manuela Lipovsky mit einem Handmäher dafür, dass auch unter den Bäumen das Gras tipptopp geschnitten ist. Rund 9000 Quadratmeter gross ist die Badi Hinwil, die über ein überdachtes Planschbecken für die Kleinsten, ein grosses Nichtschwimmerbecken mit langer Rutschbahn, ein 50-Meter-Schwimmbecken und eine separate Sprungbucht verfügt. Zudem gibt es ein Beachvolleyballfeld und ein Tischtennistisch. Zusätzlich lockt ein Badi-Bistro, das seit dieser Saison mit der Firma Süss & Salzig einen neuen Pächter hat.
«Seit ich hier Bademeister bin, habe ich 17 Bäume hier gepflanzt», erzählt Michael Müller. «Die grossen Bäume sorgen in heissen Tagen für angenehmen Schatten, was unsere Gäste sehr schätzen.» An schönen Tagen vergnügten sich bis zu 2000 Personen hier in der Badi. Und eine kleine Besonderheit: Während der Saison weiden Kühe direkt am Bord der Badi mit Blick auf die Badenden.
Manuela Lipovsky hat langjährige Erfahrung als Bademeisterin – sie darf auch offiziell Bademeister ausbilden. Im vergangenen Jahr war sie in der Badi Zollikon tätig. «Ja, bisher musste ich einmal eine Person reanimieren, die im Becken untergetaucht war», verrät die Bademeisterin.
Was sie grundsätzlich immer häufiger feststelle: Gerade Kinder seien immer öfter unbeobachtet im Wasserbecken, was gefährlich sein kann. «Ich spreche Eltern bei Bedarf direkt darauf an», erklärt sie.
Michael Müller, der in seiner Laufbahn als Bademeister in Hinwil einmal eine Person reanimieren musste, ist gerade mit dem Saugroboter beschäftigt. «Den lassen wir jeweils über die Nacht in den Becken, wo er den Boden automatisch reinigt.»
Zum Abschluss des Rundgangs über das Badi-Gelände präsentieren Manuela Lipovsky und Michael Müller in ihrem Büro noch die Gemeindeflagge von Hinwil. «Am ersten Tag der Badisaison werden wir diese hissen und sie erst am Saisonschluss wieder herunterholen», erklärt das Duo.