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Gesellschaft

Wie das Blaueierschwimmen in Uster glücklich machen kann

Diese Schwimmerinnen und Schwimmer sind bestimmt keine Warmduscher. Zum jährlichen Blaueierschwimmen gab es wieder genug Mutige.

Die richtige Dekoration gehört zum Blaueierschwimmen.

Foto: André Gutzwiller

Wie das Blaueierschwimmen in Uster glücklich machen kann

Baden bei 12 Grad

Wer sich beim Schwimmen im Greifensee blaue Eier holen wollte, konnte dies am Ostermontag im Strandbad in Niederuster tun. Das Baden in der Kälte ist nicht nur für den Spass gedacht, sondern hat auch positive Auswirkungen.

Über 400 Personen haben sich am Montagnachmittag überwunden und sind in den rund 12 Grad Celsius kalten Greifensee gestiegen. Wobei die Differenz zur Lufttemperatur nur gute 3 Grad Celsius betrug, was das Eintauchen erheblich vereinfachte. Im Strandbad Uster fand das jährliche Blaueierschwimmen statt.

Das Ziel war der Sockel vom Sprungturm. Dort durfte sich jeder Teilnehmer ein blaues Osterei nehmen und zurück zum Steg schwimmen, um sich schnell wieder aufzuwärmen.

Der Anlass, der seit 2004 durchgeführt wird, ist aus einer Jux-Idee entstanden. Weil damals in einer Langlaufwoche in Davos der Schnee bereits geschmolzen war, entschlossen sich die Teilnehmer kurzerhand, dass es warm genug war, um im Davosersee schwimmen zu gehen. Daher der zweideutige Name für diesen Event.

Gut gelaunt dank Kälte

Der Spass dabei steht absolut im Vordergrund. Wer sich in das kalte Nass begibt, kann seinem Körper durchaus etwas Gutes tun. Liest man bei Sebastian Kneipp – Entdecker der modernen Wasserkur – nach, findet man schnell eine Erklärung, warum alle Teilnehmer so gut gelaunt sind. Regelmässiges Kaltwasserbaden oder Eisbaden kann durchaus zu positiven Veränderungen im Körper führen.

Bei der schnellen Abkühlung im kalten Wasser werden im Körper wertvolle Stoffe wie Adrenalin, Endorphine und entzündungshemmende Kortikoide ausgeschüttet. Nach einer körperlichen Anstrengung kann auf diese Art schneller regeneriert werden. Darum sind solche Bäder bei Leistungssportlern, und scheinbar auch bei den Teilnehmern am Blaueierschwimmen, sehr beliebt.

Ausserdem wir die Durchblutung durch den Kältekick trainiert und mit einem verstärkten Wärmegefühl als äusserst angenehm empfunden. Die dabei vom Körper ausgeschütteten Hormone können darum als Glücksgaranten bezeichnet werden.

Wer also sein Glück finden möchte, sollte sich unbedingt nächstes Jahr wieder ein blaues Ei am Sprungturm im Strandbad von Niederuster ergattern.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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