Fünf Gemeinden im Oberland wehren sich gegen Verkehrslärm
Mit Kampagne gegen Töfflärm
Mit der Plakatkampagne «Leise ist weise» wollen die Gemeinden Bauma, Turbenthal, Wila, Fischenthal und Pfäffikon unnötigen Lärm bekämpfen.
Die kurvigen Strassen im Tösstal sind bei Töfffahrern sehr beliebt. An Feiertagen und schönen Wochenenden ist das für Anwohnerinnen und Anwohner ein Problem. Es knattert und dröhnt dann jeweils so laut, dass sie kaum mehr draussen sitzen können. Sie setzen sich seit Jahren für Linderung ein, mit mässigem Erfolg.
Die Gemeinde Bauma hat deshalb vor einem Jahr die Plakatkampagne «Leise ist weise» initiiert. Diese soll nun ab dem 11. April bis zum 16. Juni wieder ausgerollt werden. Mitgetragen wird die Aktion von den Gemeinden Turbenthal, Wila, Fischenthal und Pfäffikon.
Starkes Beschleunigen vermeiden
Ziel der Kampagne sei die Sensibilisierung der Fahrzeuglenkenden, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde Bauma. «Diese sollen ihr Fahrverhalten überdenken und sich bewusst werden, dass dieses für die Anwohnenden entlang den Strassen einen entscheidenden Unterschied machen kann.»
Manchen Freizeitfahrern ist es gemäss Mitteilung nicht bewusst, dass eine unvermittelte und starke Beschleunigung am Ende der Tempo-50-Zone sehr viel unerwünschten Lärm für die Anwohnerinnen und Anwohner verursache. «Es wurden schon vielfach über 100 Dezibel Lärm gemessen.»
Unterstützt wird die Kampagne vom Bundesamt für Umwelt (Bafu), von der Fachstelle für Lärmschutz des Kantons Zürich, der Standortförderung Zürioberland, der Lärmliga und dem Verkehrs-Club der Schweiz (VCS).
Übrigens: Eine humorvolle Aktion gegen den Töfflärm hat im Jahr 2020 Meinrad Leemann in Sternenberg unternommen. Der Musiker widmete den lärmenden Fahrzeugen mit seiner Band Lemonslice einen Song. «This is not Route 66», heisst es darin in Anspielung auf den Highway, der quer durch die USA führt.