Bis zum letzten Tag im «Paradies»: Diese Camper harren am Atzmännig aus
Widerstand im Grünen
Auf den meisten der 74 unteren Stellplätze am Atzmännig sind nur noch Steinplatten und Schutthaufen zu sehen – wegen Hochwassergefahr soll der Camping bis Ende Mai geräumt werden. Doch 16 Camper kämpfen weiter.
Es sei «das schönste Paradies», das er je gehabt habe. Erwin André Fuchs steht im Garten seiner Parzelle auf dem Atzmännig-Campingplatz und lässt den Blick über die grüne Wiese, seinen Wohnwagen und den aus Holz gebauten Unterstand schweifen. Die Rosenhecke seiner Partnerin blüht Mitte März noch nicht und gibt den Blick frei auf Kies und graue Steinplatten auf dem benachbarten Stellplatz.
So sieht jetzt der Grossteil der 74 unteren Langzeit-Stellplätze am Atzmännig aus: Schutt liegt über aufgebrochenen Steinplatten, an manchen Stellen ragen Leitungen aus dem Boden. Die Überreste der Holzbauten wurden von ihren Besitzern mitgenommen oder entsorgt. Denn im Januar letzten Jahrs gab der Kanton St. Gallen bekannt, dass die Stellplätze wegen Hochwasserrisiko geräumt werden müssen. Termin: Ende Mai 2025.

