«Man muss damit rechnen, dass es zu weiteren Eskalationen kommen wird»
Interview zur Gefahr durch Staatsverweigerer
Der Fall einer mutmasslichen Entführung eines Gemeindemitarbeiters durch einen Staatsverweigerer in Pfäffikon hat diese Woche national für Schlagzeilen gesorgt. Ist das erst der Anfang? Der Rütner Religionsexperte Georg Otto Schmid ordnet ein.
Herr Schmid, diese Woche wurde bekannt, dass in Pfäffikon mutmasslich ein Staatsverweigerer einen Gemeindemitarbeiter entführt hat. Hat Sie das überrascht?
Georg Otto Schmid: Nein, damit musste gerechnet werden. Ich bin froh, dass dieser Vorfall glimpflich ausgegangen ist. Doch dass die steigende Aggressivität in dieser Szene irgendwann in Waffengewalt umschlägt, war absehbar. In Deutschland ist es schon früher zu gravierenden Fällen gekommen – sogar mit Todesopfern.
Die Tat ereignete sich im Zürcher Oberland. Ist das ein Indiz dafür, dass es in der Region überproportional viele Staatsverweigernde gibt?

