Den besten Kebab der Schweiz gibt es in Uster
Erfolg mit veganem Angebot
Der Lieferservice Just Eat vergibt jedes Jahr seine Awards zu den besten Restaurants der Schweiz. Das «Mado’s» aus Uster überzeugte in der Kategorie des besten Kebabs.
Will man den Besten der Besten probieren, muss man dem «Mado’s» an der Zürichstrasse in Uster einen Besuch abstatten. Denn dieses Restaurant ist für seinen Kebab mit dem Just Eat Restaurant Award ausgezeichnet worden.
Der Lieferservice Just Eat ist mit 5800 Partnerrestaurants und 1,5 Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern klar Marktführer unter den Schweizer Essenslieferanten. Und seit 2021 vergibt Just Eat seine Best Restaurant Awards.
Durch eine eigene Anmeldung der Restaurants können diese von einer internen Jury nominiert werden. Der Entscheid für eine Nomination wird aufgrund des Restaurantumsatzes und der Bewertungen der Kundinnen und Kunden getroffen. Einmal nominiert, wird mit einer Publikumsumfrage das jeweils beste Restaurant der Kategorie bestimmt.
Für das «Mado’s» ist es aber nicht das erste Mal, dass es ein grosses Publikum anlockt. Letztes Jahr stürmten Jugendliche das Restaurant, weil der Food-Influencer Steve Merson einen verheissungsvollen Besuch im Lokal angekündigt hatte. Allen, die auftauchen und ihm auf Tiktok folgen würden, spendiere er einen Gratis-Döner. Das lockte so viele Jugendliche an, dass der Event in einem Einsatz der Polizei endete. Diese brach die Aktion aus Sicherheitsgründen ab.
Der beste Kebab im Land
Dieses Jahr wurde in insgesamt zwölf Kategorien über den jeweiligen Gewinner entschieden. Eine der Kategorien: der beste Kebab. Die diesjährige Ehre des Titels geht an ein Lokal aus dem Zürcher Oberland: das Restaurant Mado’s samt Take-away. «Ich freue mich riesig über den Award», sagt Ali Özkidir, Inhaber des Restaurants.
Seit sechs Jahren gibt es das Restaurant unter diesem Namen nun. Auch wenn es manchmal scheint, als gäbe es an jeder zweiten Ecke ein fast identisches Dönerlokal, ist das «Mado’s» einmalig.
Planted als Verkaufsschlager
Denn seit September 2020 bietet das Restaurant vegane Kebabs an. So müssen sich vegetarisch ernährende Personen sowie Veganerinnen und Veganer nicht wie in den meisten Dönerlokalen für die Falafel-Alternative entscheiden. Hier gibt es das Dönerfleisch mit Planted-Fleischersatz.
Das Start-up Planted Foods AG, auf Deutsch gepflanztes Essen, wurde 2019 gegründet und ist mit seiner Hauptproduktionsstelle in Kemptthal in nächster Umgebung zu Hause. Der Hersteller für pflanzlichen Fleischersatz verzeichnet mit seinen Produkten aus Erbsen und Weizen über die Jahre einen immer grösser werdenden Erfolg. So bestand eine pflanzenbasierte Ernährung vor einigen Jahren noch aus Grünzeug, heute schaut das im Supermarkt mit einer riesigen Auswahl an Fleischersatzprodukten ganz anders aus.
Das weiss auch Özkidir. «Wir wollen ein Restaurant für alle sein», erklärt er. So wird im Dönerlokal nicht nur das klassische Dönerfleisch aus Kalb oder Lamm angeboten, sondern eben auch die vegane Alternative und mit einer zusätzlichen Möglichkeit der Kebab aus Pouletfleisch.
«Es läuft gut. 60 Prozent unserer verkauften Gerichte bestehen aus Fleisch. Mit 40 Prozent verkaufen sich aber auch unsere veganen Alternativen sehr gut», meint der 41-jährige Inhaber.
Ohne Sauce geht gar nichts
Im Restaurant wird tagtäglich das gesamte Gemüse, alle Saucen und auch das Fleisch frisch zubereitet. Nur bei einer Sauce ist der Betreiber auf auswärtige Hilfe angewiesen: der veganen. Diese stammt aus dem sankt-gallischen Gossau, jede Woche bestellt Özkidir um die 30 Flaschen.
«Letzte Woche ist mir diese Bestellung untergegangen, und wir hatten keine vegane Sauce mehr», erzählt Özkidir. «Dann bin ich früh am Morgen selbst ins Auto gestiegen, ins Sankt-Gallische und mit den Saucen im Kofferraum zurück zum Restaurant gefahren.» Denn ohne diese laufe der Laden nicht.
Mit Ausbauplänen für die Zukunft
Obwohl Özkidir jeden Tag sechs oder sieben Mitarbeitende im Restaurant hat, arbeitet auch er selbst fast die ganze Woche hindurch. Nur dienstags geniesst der Familienvater seinen freien Tag. Gerne verbringt er diesen mit seinen drei Kindern.
Der Inhaber des Erfolgsrestaurants ist aus Pfäffikon SZ und will den Standort in Uster noch lange führen. «Ich habe noch viele Jahre vor mir, gutes Essen zu machen. Und das für alle. Ganz egal, ob mit Fleisch oder vegan», sagt er zuversichtlich.
Neben seinen persönlichen Ambitionen, noch viele Jahre weiterzumachen, hat er Erweiterungspläne für sein Restaurant. Momentan noch liefern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Just Eat die Speisen des «Mado’s» aus. Mit den immer höheren Bestellungszahlen will Özkidir das aber ändern. «Gerne möchte ich mit zwei Autos die Umgebung durch eigenes Personal beliefern.»
So versucht der Gewinner des Just Eat Awards mit dem Wandel der Zeit mitzugehen. Erfordert eine neue Situation eine Anpassung, nimmt der Inhaber des «Mado’s» diese auch vor. Denn genau so scheint auch sein Erfolgsmodell mit dem veganen Dönerangebot funktioniert zu haben.