Illnau-Effretikon schickt eine mobile Wertstoffsammelstelle auf die Piste
Abfallentsorgung auf Rädern
Altglas, Weissblech und Alu können turnusmässig neu auch in den Aussenwachten entsorgt werden. Das Angebot ist Bestandteil der Smart-City-Strategie.
Wer in Illnau-Effretikon Altglas oder Alu- und Weissblechbehältnisse zu entsorgen hat, kann dies künftig auch ausserhalb der Zentren erledigen. Möglich macht dies eine mobile Wertstoffsammelstelle. Ein mit den entsprechenden Sammelbehältern ausgerüsteter Lastenanhänger fährt ab kommender Woche turnusmässig die Aussenquartiere und -wachten an.
Bislang konnten die Einwohnerinnen und Einwohner ihr Sammelgut an fünf Sammelstellen in Effretikon und je einer weiteren in Illnau und Ottikon deponieren. Mit der mobilen Sammelstelle kommen nun elf weitere Standorte dazu. Der Lastenanhänger bleibt jeweils drei Tage lang vor Ort stehen. Anschliessend werden die Sammelbehälter geleert, und das Gefährt wird an den nächsten Standplatz verbracht.
Premiere in Bisikon
Ihren ersten Einsatz hat die mobile Sammelstelle am 17. Februar in Bisikon. Weitere Haltestellen befinden sich in Agasul, Billikon, Brünggen, Ettenhusen, First, Horben, Kyburg, Mesikon, Ober-Illnau und Oberkempttal.
«Wir haben die Standorte so gewählt, dass sie insbesondere Quartiere und Stadtteile abdecken, die etwas peripher der Zentren liegen», erklärt Reto Loosli, Leiter Entsorgung, das Konzept. «Bestenfalls ist der Anhänger in Gehdistanz stationiert und somit zu Fuss erreichbar.»

Dass man sich erst einmal auf die Abfallarten Glas sowie Alu und Weissblech beschränkt, ist den knappen Platzverhältnissen auf dem Anhänger geschuldet. «Wir mussten schlicht und einfach eine Auswahl treffen», sagt Reto Loosli. Zudem wisse man noch nicht, mit wie viel Material an den jeweiligen Standorten zu rechnen sei. «Wir wollen verhindern, dass die Leute ihre Säcke wegen Überfüllung neben dem Anhänger deponieren müssen.»
Idee stammt von Mitarbeitenden
Die mobile Sammelstelle ist eines von fünf Pilotprojekten, mit denen Illnau-Effretikon im letzten Jahr seine Metamorphose zur Smart City einläutete. Der Stadtrat genehmigte die Smart-City-Strategie im Februar und bewilligte für die einjährige Pilotphase bis Sommer 2025 einen Rahmenkredit von 60’000 Franken.
Eingebracht und vorangetrieben haben die Idee laut Reto Loosli Mitarbeitende des städtischen Unterhaltsbetriebs sowie des Bereichs Entsorgung. «Wir denken, dass wir damit der Bevölkerung in den verschiedenen Ortsteilen einen echten Mehrwert bieten können. Wie gross der Nutzen und die Praktikabilität tatsächlich sind, gilt es nun im Alltag auszutesten.»
Die Haushaltungen in den betreffenden Gebieten erhalten in den nächsten Tagen einen Flyer. Dort sind die exakten Standorte und Stellzeiten aufgelistet. Vermerkt ist auch die offizielle Nutzungszeit von 7 bis 20 Uhr. Befürchtet der städtische Entsorgungschef vermehrt Lärmklagen? Reto Loosli winkt ab. «In den Quartieren, wo jeder jeden kennt, funktioniert die Nachbarschaftskontrolle ganz von selbst.»