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Zu wenige Kinder: Bubikon schliesst Kindergarten Kunterbunt

Geburtenschwache Jahrgänge zwingen Bubikon zum Handeln: Der Kindergarten Kunterbunt wird geschlossen. Das hat Folgen.

Die Prognosen in Bubikon deuten auf sinkende Schülerzahlen hin. Die Schulpflege schliesst deshalb einen Kindergarten. (Symbolbild)

Foto: Seraina Boner

Zu wenige Kinder: Bubikon schliesst Kindergarten Kunterbunt

Zwei Lehrpersonen müssen gehen

Geburtenschwache Jahrgänge zwingen Bubikon zum Handeln: Der Kindergarten Kunterbunt wird geschlossen. Das hat Folgen.

Steigende Schülerzahlen? Nicht in Bubikon. In den nächsten vier bis fünf Jahren rechnet die Schulpflege damit, dass Kinder aus geburtenschwachen Jahren eingeschult werden. Wie «Buebikernews» berichtet, hat sie deshalb beschlossen, einen ihrer vier Kindergärten in Bubikon zu schliessen, und zwar den Kindergarten Kunterbunt.

Von der Schliessung sind insgesamt acht Kinder betroffen, die auf das kommende Schuljahr in den zweiten Kindergarten übertreten werden.

Die Schüler werden auf die drei anderen Kindergärten in Bubikon verteilt. «Zum Glück liegen diese alle im Umkreis von 100 Metern», sagt Heidi Marty (FBV), Präsidentin der Schulpflege.

Schon heute besuchen die Kinder teilweise den Nachmittagsunterricht in einem der anderen Kindergärten. Die Eltern begegnen laut Marty dem Entscheid mit Verständnis. «Es gab bisher keine negativen Rückmeldungen.»

Bis im Mai soll Klarheit herrschen, wie die acht Schüler umgeteilt werden. Dann erfolgt auch die Zuteilung der Kinder, die neu den Kindergarten besuchen.

Kanton legt Mittel fest

Von der Schliessung des Kindergartens sind aber nicht nur die Schüler, sondern auch zwei Lehrpersonen betroffen. «Es ist sehr unschön, wenn man zwei gute Kindergärtnerinnen gehen lassen muss», sagt die Präsidentin mit Bedauern. «Aber wir haben einfach keine Handhabe bei diesem Entscheid.»

Die Schulpflege begründet die Schliessung des Kindergartens nämlich mit Vorgaben des Kantons. Denn den Gemeinden stehen für den Betrieb der Volksschule festgesetzte Ressourcen zur Verfügung.

Der Kanton weist den Gemeinden einerseits Mittel in Form von Vollzeitein­heiten (VZE) zu und macht andererseits Vorgaben zum Ressourceneinsatz. Sinkende Schülerzahlen bedeuten weniger VZE, also weniger Stellenprozente für die Klassenbildung.

Die Prognose, dass in den kommenden Jahren weniger Kinder eingeschult werden, hat laut dem Elternbrief eine Städtebau- und Raumplanungsfirma in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der Schule und relevanten Fachstellen erstellt. Sie basiert auch auf Erfahrungen und aktuellen Beobachtungen.

In vier bis fünf Jahren geht die Schulpflege wieder von steigenden Schülerzahlen aus. Dann soll der Kindergarten Kunterbunt wieder in Betrieb genommen werden.

Das Kindergartenzimmer bleibt aber in der Zwischenzeit nicht leer. «Der Raum in der Schule ist immer knapp», sagt Marty. Wie genau die Schule das Zimmer nutzen wird, ist aber noch offen.

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