Ein Ufo ist am Greifensee gelandet
Neue Badi Egg ist fertig
Das Werk ist vollendet, doch benutzt werden darf es noch nicht: Statt alter Baracken steht in der Badi Egg nun ein moderner Neubau mit Garderoben und WCs.
Zugegeben, der Winter ist nicht gerade die allgemein bevorzugte Badesaison. Und dennoch hat sich am oberen Greifensee das vergangene Jahr über etwas getan, das jetzt die Vorfreude auf den kommenden Mai erhöht. Dann können die Egger ihre neue Badi offiziell in Betrieb nehmen.
Das Bauwerk, das vom See aus gesehen an ein soeben auf dem Boden aufsetzendes Ufo erinnert, ist rechtzeitig auf Ende November 2024 fertig geworden. In der Schutzzone dürfen Bauarbeiten lediglich im Januar und Februar sowie von Mai bis November stattfinden. Die Umsetzung erfolgte sehr rasch, hatten doch die Egger erst im Dezember 2023 den Kredit für den Neubau gesprochen.
Sitzplatz unter Vordach
Zwar sind alle Innenräume noch verschlossen, doch die künftigen Badi-Besucher können das ellipsenförmige Gebäude schon mal von aussen beschnuppern. Und sich mit der neuen Terrasse bekannt machen. Von dort aus bietet sich ein schöner Ausblick auf den See, bei Bedarf sitzend, denn unter dem schützenden Vordach stehen zwei lange Bänke.
Auf einen Zugang zur Plattform vom See her ist laut Martin Sonderegger vom gleichnamigen Esslinger Architekturbüro aus gestalterischen Gründen verzichtet worden. «Wir wollten dort nichts im Weg haben. Die Natur soll im Zentrum stehen.»



Als Schutz vor dem immer wieder auftretenden Hochwasser ist das ganze Gebäude rund 40 Zentimeter über Boden erstellt worden. Das verleiht ihm optisch eine gewisse Leichtigkeit. «Wegen des schlechten Baugrunds mussten wir das Erdreich ausheben und den Sockel mit Leichtbeton ausgleichen», hält Sonderegger fest.
Das Wasser und die Ämter
Sogar die Plakette als Dank an die Schwimmbad-Stiftung Mönchaltorf ist schon am Haus angebracht. Diese steuert 300'000 Franken an die eine Million Franken teure neue Badi Egg bei – die auf Maurmer Boden steht. Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit hat das Projekt zum Fliegen gebracht.
Neben dem feuchten Boden haben auch die Ämter die Architekten, die den Bau nicht nur geplant, sondern zudem bei der Ausführung begleitet haben, gefordert. Wenn in einem Naturschutzgebiet gebaut wird, haben viele Behörden ein Wörtchen mitzureden.
Bootshaus und Foodtruck kommen noch
Das Einzige, was laut Sonderegger jetzt noch fehlt, ist das Bootshaus. «Dieses wird eins zu eins wieder errichtet», hält der Architekt fest. Das Gebäude ist im letzten Jahr abgebaut worden und wird ohne Ausbau der Komfortstufe instand gestellt.




Und ja, natürlich auch der Foodtruck. Dieser wird rechtzeitig zur Eröffnung unter dem extra ausgesparten Dachvorsprung platziert. Schliesslich sollen die Egger sich auch künftig in der Badi verpflegen können. Dafür haben sie ja jetzt sogar ein paar Batzen mehr zur Verfügung. Denn Eintritt wird keiner mehr erhoben.