Abendstimmung am Uster Märt: Glühwein, Lichter und Feierlaune
Redaktion vor Ort
Schlemmen, Chilbi, Party: Der Uster Märt hat begonnen. Alles Wichtige rund um den ersten Tag des Traditionsanlasses gibt es hier im Überblick.
17.40 Uhr: Mit der Dunkelheit kommt die Menschenmasse
Die Wolken haben sich verzogen, der Regen ist vorbei. Die Dunkelheit bricht herein – und mit ihr das Feierabendvolk. Menschenmassen ziehen vom Bahnhof ins festlich beleuchtete Stadtzentrum. An den Glühweinständen, gleich zu Beginn des Uster Märts, bilden sich die ersten langen Schlangen.
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Die Musik ist hier und da bereits lauter als noch vor zwei Stunden. Auch wir von der Redaktion beenden den Arbeitstag und geniessen den Feierabend am Uster Märt – Prost!
14.30 Uhr: Lange Schlangen und fröhliches Markttreiben
Ob süsse Öpfelchüechli oder herzhaftes Raclette – die Schlangen vor den kulinarischen Ständen werden länger. Laut Marktbetreiber Schampi sind die Essensstände dieses Jahr verstreuter platziert als in den vergangenen Jahren. «So verteilt sich das Publikum gleichmässiger», erklärt er zufrieden.
Kelly besucht den Uster Märt mit ihren Kindern seit 2017 regelmässig. Für die Familie sei der Markt jedes Jahr ein Highlight. «Tagsüber arbeitet mein Mann, und ich betreue die Kinder. Abends tauschen wir dann», erzählt sie lachend.
Dass die Kinder in Uster wegen des Markts schulfrei haben, ist am Donnerstagnachmittag deutlich zu sehen. Sie machen einen grossen Teil des Publikums aus, ziehen ihre Eltern, Grosseltern oder andere Begleitpersonen von Bahn zu Bahn, naschen Leckereien und testen ihre Geschicklichkeit beim Büchsenwerfen.

Trotz des nassen und kalten Wetters strömen viele Besucher auf den Markt. Besonders zwischen Stadthaus und Seestrasse kommt die Menge immer wieder ins Stocken. «So isch es halt am Uster Märt. Rege und viel Lüt», sagt eine Frau zu ihrer Begleitung.
13.30 Uhr: Ruhe vor dem Sturm im Märt-Balken
Die Shots liegen hinter der Bar bereit. Das Party-Volk kann kommen. Noch suchen im legendären Märt-Balken aber nur Vereinzelte Schutz vor dem Regenwetter. So viel Platz wie am Donnerstagmittag dürfte man hier bald nicht mehr haben.

11.30 Uhr: Regen, Gummistiefel und Vorfreude
Es ist Uster Märt. Also regnet es. So zumindest war es in den letzten zwei Jahren – und auch dieses Jahr scheint Petrus dem zweitägigen Stadtfest nicht gut gesinnt. Das hält die Besuchenden aber nicht davon ab, den Markt zu erkunden. Schon kurz nach 10 Uhr füllen sich die Gassen. Bunte Regenschirme, knallige Gummistiefel und farbenfrohe Regenjacken bringen etwas Farbe in den sonst sehr grauen Tag.
Es riecht nach Chnoblibrot, gebrannten Mandeln, Glühwein und Bratwürsten. Kinder zerren ihre Eltern an den Jackenärmeln. «Papiiii, gömmer endlich ad Chilbi!», mault ein Junge ungeduldig. Schnell verabschiedet sich der Vater von Freunden, um den Wunsch seines Sohnes zu erfüllen.

Allgemein ist der Chilbibereich am Donnerstagvormittag am besten besucht; die Kinder und Jugendlichen lassen sich ihren Spass nicht vom Regen nehmen. An den Partyhotspots – dem Märt Näscht und dem Balken – herrscht hingegen noch gähnende Leere. Mal schauen, für wie lange. (tas)
Uster Märt 2024: Das müssen Sie wissen
Der Uster Märt sorgt für Einschränkungen für den Verkehr in der Stadt Uster. Das Stadtzentrum bleibt an den Festtagen, Donnerstag, 28. November, und Freitag, 29. November, komplett gesperrt. Umleitungen werden signalisiert.
Der Markt lockt mit Schmuck, Lederwaren, Textilien, Artikel des täglichen Gebrauchs und andere Waren sowie schwindelerregenden Chilbi-Bahnen und diversen Festwirtschaften. Kulinarisch wird am Uster Märt ein breites Spektrum an nationalen und internationalen Spezialitäten abgedeckt. Laut der Stadt Uster ist der Markt vollständig belegt – ein Hinweis auf die grosse Beliebtheit des Traditionsanlasses.
Die Marktstände sind am Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und am Freitag von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Doch auch danach ist die Feier längst nicht vorbei: Diverse Festbetriebe laden bis in die frühen Morgenstunden zum Feiern ein. So zum Beispiel das Märt Näscht, das dieses Jahr wieder Teil des Marktes ist – obwohl die Veranstalter letztes Jahr ankündigten, dass es das letzte Mal gewesen sei. (tas)