Gesellschaft

Stadtpolizei soll in Effretikon in die Raiffeisen-Filiale zügeln

Das Ganze ist nur als Zwischenlösung gedacht. Später soll die Polizei dann in einen Neubau ziehen. Doch das kann dauern.

Wo heute noch Geldgeschäfte abgewickelt werden, soll auf Absehen die Stadtpolizei von Illnau-Effretikon untergebracht werden. (Archiv)

Foto: Heinz Diener

Stadtpolizei soll in Effretikon in die Raiffeisen-Filiale zügeln

Vermutlich längere Zwischenlösung

Rund um den Effretiker Bahnhof kommt es zu einer weiteren Rochade: Der Polizeiposten soll vorerst an der Rikonerstrasse 15 unterkommen.

Das Zentrum von Effretikon befindet sich seit Längerem im Umbruch: An allen Ecken und Enden wird abgerissen und neu gebaut. Mietende müssen raus, können aber noch nicht am neuen Ort rein. «Zwischenlösung» lautet die Parole oftmals.

Solch eine Zwischenlösung braucht nun auch die städtische Polizei. Diese ist aktuell an der Rikonerstrasse 2 zu Hause und damit auf dem Baufeld E. Dort planen die Seewarte AG, die Bereuter Totalunternehmung AG und die Stadt neben einem 55 Meter hohen Hochhaus zwei weitere Grossbauten.

Mit der Konsequenz, dass der Mietvertrag des Polizeipostens, der 2026 ausläuft, nicht verlängert werden kann. Zwar sieht die Stadt vor, die Stadt- und die Kantonspolizei langfristig an einem gemeinsamen Standort im Gebiet des jetzigen Parkplatzes Hinterbüel anzusiedeln. Ein dortiger Neubau dürfte jedoch frühestens 2030 fertiggestellt sein.

Im Sommer 2026 bezugsbereit

Als Zwischenlösung hat der Stadtrat nun die Räumlichkeiten der Raiffeisenbank an der Rikonerstrasse 15 ausgemacht. Diese zieht bekanntlich im ersten Quartal 2025 in die kurz vor der Fertigstellung stehende Überbauung Bellis beim Effretiker Bahnhof. Gemeinsam mit der Bäckerei Vuaillat will die Bank dort ein neues Konzept erproben: Kunden, die sich ein Weggli posten, können sich auch gleich finanziell beraten lassen.

Der Standort der heutigen Raiffeisen-Filiale erfülle «bestmöglich» die Rahmenbedingungen für eine Zwischennutzung durch die Stadtpolizei, erklärt der Stadtrat seine Wahl. Die Räumlichkeiten könnten «möglichst unverändert» bleiben und «effizient an die Nutzung als vollwertiger Polizeiposten angepasst» werden.

Der Stadtrat beantragt beim Stadtparlament für Miete und Amortisation der Mieterausbauten die Genehmigung eines jährlich wiederkehrenden Kredits von 160’000 Franken. Gemäss des aktuellen Zeitplans wäre die Zwischenlösung im Sommer 2026 bezugsbereit.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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