Theologe prangert den Verlust von kulturellem Zusammenhalt an
Von Kelten, Römern bis nach Kempten
Der Professor für Theologie und langjährige Pfarrer von Bauma, Armin Sierszyn, blickt kritisch auf den Zeitgeist. Sein neustes Buch verdeutlicht, wie das Christentum das Oberland über 1700 Jahre prägte.
Vor Hunderten von Jahren entstand im Oberland Gemeinde um Gemeinde. In jeder davon machte eine Kirche den Anfang, legte den «Grundstein» für die Ortsentstehungen. «Nun ist die Kirche eine aus der Mode gekommene Institution», sagt Armin Sierszyn. Er sitzt in der Küche seines Elternhauses in Vorder Bettswil, abgelegen auf der Hochebene über der Gemeinde Bäretswil.
Sein Blick richtet sich auf sein neustes Buch, er wirkt nachdenklich. «Das Christentum an sich wäre noch immer der eigentliche Kitt, der das Gefühl von Zugehörigkeit stiftet und den Zusammenhalt fördert.»
In seiner Kindheit waren im kleinen Weiler 25 Bauern aktiv, heute sind es noch deren fünf. «Die Zeiten haben sich geändert, doch die fundamentalen Bedürfnisse der Leute ändern sich nie», ist der Theologe und Seelsorger überzeugt. War dies ein Anstoss für sein neues Buch «Christus im Zürioberland – 1700 Jahre Christentumsgeschichte»? In Teilen ja.

