«Mit Charlotte Lindholm würde ich ermitteln»
Ehemaliger Mordermittler aus Wetzikon
Im kantonalen Morddezernat gelang es Jürg Jordi dank seiner Akribie unzählige Fälle erfolgreich abzuschliessen. Nun löst er auf eigene Faust Vermisstenfälle im Ausland und stillt dabei seine Reiselust.
Viele bearbeitete Kriminalfälle sind dem Kommissar im Ruhestand noch immer omnipräsent. Mit Blick auf die heutige Ermittlungsarbeit wundert er sich über Kommissare, die kaum Zeit am Tatort verbringen. Denn wer den Tatort nicht kenne, der verstehe auch die Tat nicht.
«Sie nennen mich alle nur JayJay», sagt Jürg Jordi salopp auf der Couch in seinem Wohnzimmer, von wo aus er ein herrliches Panorama bis in die Alpen geniesst. Seinen Spitznamen benutzen nicht nur Leute aus dem engsten Umkreis, sondern auch Staatsanwälte, Gerichtsmediziner oder ein ehemaliger Obergerichtspräsident, mit dem er sich nach langjähriger «Zusammenarbeit» noch immer gern auf einen Schlummertrunk trifft.
Die beiden sind sich übrigens darüber einig, dass es so etwas wie Zivilcourage nicht mehr gibt. «Die Leute schauen auf ihr Handy, während daneben jemand abgestochen wird.»

