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Architekturpreis für das Bühler-Areal

Das ehemalige Areal der Spinnerei bei Kyburg wurde umgebaut – allerdings auf eine nicht alltägliche Art und Weise. Fanden die Juroren.

Die ehemalige Spinnerei Hermann Bühler AG in Sennhof.

Foto: Lucas Peters / RWPA

Architekturpreis für das Bühler-Areal

Fabrikareal in Sennhof

Ein Architekturbüro aus Winterthur wurde für die umgebauten Fabrikhallen der ehemaligen Spinnerei Bühler in Sennhof mit dem Swiss Arc Award ausgezeichnet. Es wurden rund 400 Projekte eingereicht.

Helmut Dworschak

In Sennhof stand die letzte Spinnerei der Schweiz, die Hermann Bühler AG. Im ältesten Gebäude des Areals entstehen bis Ende 2026 rund 90 Wohnungen. Die erst in den 1980er Jahren erbauten Fabrikhallen auf der mit Abstand grössten Fläche des Areals – sie ist 136 Meter lang und 71 Meter breit – wurden hingegen zu flexibel nutzbaren Räumen für Produktion, Werkstätten, Labors und Schulungen umgebaut.

Für dieses im Juni 2023 fertiggestellte «Fabrik Bühler Areal» hat das Winterthurer Architekturbüro RWPA nun einen Swiss Arc Award in der Kategorie Transformation erhalten.

Gebäude von innen und aussen.
Wanddurchbrüche wurden mit rotem Backstein verschlossen, damit sie sichtbar bleiben.

Im Zentrum des prämierten Umbaus stand die Wiederverwendung alter Bauteile. «Wir wollten so wenig wie möglich ändern», sagt Architekt Peter Wehrli in einem Video des Swiss Arc Awards. Ein wichtiges Anliegen war es, die Halle zu öffnen und Fenster einzubauen.

Die Jury lobte den Erhalt von funktionalen Strukturen und die Wiederverwendung von alten Bauteilen. «Die vor Ort gesammelten Materialien – von Fassadenplatten über alte Zementelemente bis hin zu Heizkörpern und Waschtrögen – wurden auf kreative Weise wiederverwendet.» Alte Stahlprofile etwa wurden zu Leuchten umgenutzt. Wanddurchbrüche wurden mit roten Backsteinen verschlossen, damit sie sichtbar bleiben.

Gebäude von innen und aussen.
Die Jury lobte das «gelungene Zusammenspiel von alten und neuen Elementen».

Der Swiss Arc Award wurde zum 17. Mal verliehen. Er wird in insgesamt neun Kategorien vergeben. Sechs davon werden juriert. Dazu wurden in diesem Jahr knapp 400 Projekte eingereicht. Der Preis ist mit 41’000 Franken dotiert. Die Übergabe fand am 23. Oktober vor rund 500 Gästen in Baden statt.

Das Bühler-Gelände liegt zwar bei Sennhof in Winterthur, gehört aber zum ehemaligen Kyburger Gemeindegebiet und heute zur Stadt Illnau-Effretikon.

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