Trotz Eklat in Pfäffikon: Kanton will Sexualkunde nicht umkrempeln
Interpellation von Kantonsrätin
Sollen nur noch speziell ausgebildete Lehrpersonen Sexualkundeunterricht erteilen dürfen? Das will unter anderen Kantonsrätin Brigitte Röösli aus Illnau-Effretikon. Der Regierungsrat sieht aber keinen Handlungsbedarf.
Der Sexualkundeunterricht ist im Kanton Zürch seit Jahren Pflicht – und trotzdem ist er vor allem in fundamental-religiösen Kreisen immer noch umstritten.
Das zeigte im Frühling dieses Jahrs der Schul-Eklat in Pfäffikon. Eltern mit freikirchlichem und muslimischem Hintergrund wollten ihre Kinder nicht in den Unterricht bei einem schwulen Lehrer schicken. Der Streit eskalierte, am Schluss musste der Lehrer gehen – obwohl sein Sexualkundeunterricht gemäss der Schule dem Lehrplan entsprach.
Für Kantonsrätin Brigitte Röösli (SP) aus Illnau-Effretikon zeigt der Fall deutlich: «Den Sexualkundeunterricht müssen Profis übernehmen.» Sie hat deshalb zusammen mit Nicole Wyss (AL) und Livia Knüsel (Grüne) zu diesem Thema eine Interpellation im Kantonsrat eingereicht.

