Schüchterne Katzenbabys warten auf ein neues Zuhause
Tier des Monats
Die Tierschutzorganisation Netap aus Esslingen hat junge Katzen eingefangen. Nun warten sie im Tierheim Strubeli auf ein neues Zuhause.
Zurzeit warten im Volketswiler Tierheim Strubeli mehrere junge Katzen auf ein Zuhause. Sie wurden vor kurzem durch die Tierschutzorganisation NetAp (siehe Box unten) eingefangen, denn bis dahin lebten sie auf einem Bauernhof oder in einem Schrebergarten.
Da sie bis jetzt nicht viel Kontakt zu Menschen hatten, sind sie sehr scheu und fauchen, wenn man ihnen zu nahe kommt. Da sie noch jung sind, kann man durch ein Spielzeug und mit viel Geduld ihre Neugier wecken.
Dennoch suchen sie verständnisvolle Menschen (ohne Kinder), die Geduld haben, um den süssen Katzen zu zeigen, dass die Menschen eigentlich ganz lieb sind und schmusen mit uns etwas Tolles ist.
Paarweise oder zu junger Zweitkatze
Das Tierheim Strubeli platziert sie paarweise oder zu einer lieben, ebenfalls noch jungen, sozialen zweiten Katze, in eine ruhige Gegend ohne viel Verkehr. Sobald sie kastriert sind, möchten sie wieder Auslauf ins Grüne haben.
Tier des Monats
Das Volketswiler Tierheim Strubeli an der Büelstrasse 12 in Hegnau stellt monatlich Heimtiere vor, die dringend ein neues Zuhause suchen. Wer sich für die jungen Katzen interessiert, kann sich beim Tierheim unter Telefon 044 997 31 70 melden. Der Unkostenbeitrag pro Katze beträgt 300 Franken. Sie sind gechippt, Leukose und FIV getestet, geimpft und mehrmals entwurmt, aber noch nicht kastriert.
Kampf gegen Katzenelend
Leid verhindern, bevor es entsteht, ist der Leitsatz der Schweizer Tierschutzorganisation NetAP (Network for Animal Protection). Damit dieses Ziel erreicht werden kann, setzt die Organisation mit Sitz in Essligen vor allem auf umfassende Kastrationsprogramme in der Schweiz und im Ausland.
In der Schweiz leben fast 1,9 Millionen Katzen. Die Tendenz ist steigend. Das Katzenleid in der Schweiz ist gross. Tausende von Katzen vegetieren auf Bauernhöfen, Fabrikarealen, in Siedlungen, Gärtnereien, Schrebergärten und an vielen weiteren Orten vor sich hin. Jedes Jahr werden schätzungsweise 200 000 Jungtiere ertränkt, erstickt, totgeschlagen, vergast oder erschossen, weil sie unerwünscht sind und die Verantwortlichen die Kosten für eine Kastration scheuen oder bewusst auf Kastrationen verzichten.
Die einzige nachhaltige Lösung gegen das Leid der Katzen ist die konsequente Kastration. Deshalb kastriert die Tierschutzorganisation NetAP nicht nur laufend Katzen aus fast allen Kantonen der Schweiz sondern setzt sich ausserdem für eine nationale Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen ein.