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Deshalb muss der Gratisladen in Turbenthal für drei Monate schliessen

Die Give-Box bleibt von September bis November geschlossen. Das Angebot ist Opfer seines eigenen Erfolgs geworden – und das Team will Veränderungen.

Die Give-Box in Turbenthal ist beliebt. Die Gegenstände gehen oft schnell weg, und der Andrang ist gross – zu gross für das Team.

Foto: PD

Deshalb muss der Gratisladen in Turbenthal für drei Monate schliessen

Andrang zu gross

Die Give-Box in Turbenthal ist beliebt – doch der grosse Andrang ist für das freiwillige Team kaum mehr zu bewältigen. Eine Pause soll Veränderungen einläuten.

Bei der Sammelstelle in Turbenthal kann man nicht nur alte Gegenstände entsorgen, sondern auch gebrauchte Dinge mitnehmen. Und zwar in der sogenannten Give-Box.

Das Bring-und-hol-Lokal gibt es seit bald elf Jahren. Es ist jeweils am Dienstagnachmittag und Samstagmorgen geöffnet. Betrieben wird das Angebot von Freiwilligen.

Doch nun bleibt der beliebte Gratisladen ab dem 1. September bis Ende November für drei Monate geschlossen – «aufgrund von baulichen Massnahmen und Konzeptanpassungen», wie die Gemeinde Turbenthal mitteilt.

Gier habe zugenommen

Welche Veränderungen anstehen, das ist aber noch offen. Welche Anpassungen umgesetzt werden, ist ebenfalls noch offen. «Das ganze Team hat sich Anfang August zu einem Austausch getroffen und hat Ideen für die Umgestaltung gesammelt», sagt Erna Brüngger. Sie ist Teil einer Gruppe von gut 20 Freiwilligen, welche die Give-Box regelmässig betreuen. «Das Kernteam wird diese Ideen jetzt auswerten.»

Für das Team ist bereits jetzt klar: Es braucht einen Marschhalt. Ohne Veränderungen ist es schwierig, das Angebot weiter zu betreiben.

Der Gratisladen ist Opfer seines eigenen Erfolgs geworden. «Der Andrang ist stets riesig», sagt Brüngger. Die Suche nach dem erhofften Schnäppchen nehme manchmal unerwünschte Formen an. «Wir wünschen uns etwas mehr Respekt und Zurückhaltung von den Besuchenden.»

Bis vor einiger Zeit war der Betrieb der Give-Box laut Brüngger überschaubarer und ruhiger. Über die Gründe, die zur heutigen hektischen Situation geführt haben, kann sie nur Vermutungen anstellen. «Vielleicht ein Nebeneffekt unserer Konsumgesellschaft?», mutmasst sie.

Doch der Andrang soll die freiwilligen Helferinnen und Helfer nicht überfordern. Aus diesem Grund sind auch bauliche Massnahmen vorgesehen. Aber auch hier: Konkrete Pläne gibt es noch nicht. Das Team wird bald darüber beraten – und dann auch selber anpacken.

Die Pause soll aber nicht das Ende der Give-Box einläuten, denn die Bring-und-hol-Box hat sich in den vergangenen elf Jahren bewährt. Brüngger betont: «Wir wollen das Angebot auf jeden Fall weiterführen, aber es muss wieder ruhiger werden.»

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