Verbannt eine Verkehrszählung die Lastwagen von der Eggstrasse?
Sicherheit und Lärm
Eine Petition führte in Maur zu einem temporären Fahrverbot für Lastwagen. Mittlerweile ist das Verbot in der Eggstrasse wieder aufgehoben, was die Gemeinde zur Suche nach neuen Lösungsansätzen zwingt.
Die Verkehrslärmbelastung in Maur ist schon seit längerer Zeit ein Problem. Im letzten Herbst haben Anwohnerinnen und Anwohner der Eggstrasse in Maur mit Transparenten und einer Petition ihrem Unmut Luft verschafft. Dies führte zu einem zeitweiligen Lastwagenfahrverbot ab der Autobahnausfahrt Hinteregg bis zur Einmündung der Eggstrasse in die Rellikonstrasse. Nach der Sanierung der Aeschstrasse wurde dieses jedoch wieder aufgehoben.
Dies möchte die Gemeinde nun mittels einer automatisierten Verkehrszählung wieder rückgängig machen. Die Zählung soll als Grundlage für ein dauerhaftes Verbot dienen, wofür es der Zustimmung seitens der Kantonspolizei bedarf.
Gespräche mit Anwohnenden
Es ist der Schleichverkehr, der die Anwohner der Eggstrasse auf die Palme bringt. Und mit dem temporären Lastwagenfahrverbot konnten immerhin die lauten Wendemanöver verhindert werden.
Um die allgemein unbefriedigende Situation weiter zu entschärfen und nach Lösungen zu suchen, führt die Gemeinde zwischenzeitlich mit vier Delegierten aus der Anwohnerschaft laufend Gespräche, wie sie auf ihrer Gemeindewebsite schreibt.

Soweit es die Kompetenzen der Gemeinde erlauben würden, seien neben der bereits bestehenden Tempo-30-Zone Massnahmen ergriffen worden. So wurden Pfosten an diversen Stellen zum Schutz der Fussgänger installiert, da bei der Einmündung Egg-/Rellikonstrasse Autofahrer beim Kreuzen regelmässig auf das Trottoir ausgewichen waren.
Dazu dienen farbige Bodenmarkierungen, Fahrbahneinengungen und Rechtsvortrittsmarkierungen sowie mobile Geschwindigkeitsmessungen zur Adressierung der bestehenden Missstände.
Chancen auf Verbesserung?
Die Delegierten würden bedauern, dass noch keine weiteren Ergebnisse erzielt worden seien. Nach Gesprächen mit einem Verkehrsplaner, der Kantonspolizei und der Prüfung des kommunalen Verkehrsrichtplans lasse sich festhalten, dass sich weitere Massnahmen wohl nicht umsetzen liessen.
Immerhin habe die Gemeinde der Bitte der Delegierten nach stationären Geschwindigkeitsmessungen teilweise nachkommen können. Nun werde nach einer Lösung gesucht, um diese auf das gesamte Gemeindegebiet auszuweiten. Ein erneutes Lastwagenfahrverbot wäre hinsichtlich der Gesamtsituation ein kleiner, aber weiterer Teilerfolg.
