Jetzt kommt Tempo 30 in Wila und in der Au
Langes Warten auf die Temporeduktion
Rund um den Bahnhof in Wila laufen derzeit Bauarbeiten. Sie sind der Startschuss für die erste Tempo-30-Zone in der Gemeinde.
Es ist bereits vier Jahre her, seit sich die Wilemerinnen und Wilemer in einer Umfrage zur Einführung von Tempo 30 im Dorf äussern konnten – und sich eine knappe Mehrheit für eine Temporeduktion in gewissen Gebieten aussprach.
Doch die Befürworter der reduzierten Geschwindigkeit brauchten einige Geduld. Nun ist es aber so weit. In den nächsten Wochen entstehen die beiden geplanten Tempo-30-Zonen im Gebiet um den Bahnhof und in der Au.
Dazu müssen nicht nur Markierungen und Tafeln angebracht werden, es braucht auch bauliche Massnahmen wie den Einbau von Rabatten, also niedrigen Pflanzenbeeten. Diese Einengungen sollen sicherstellen, dass die Autofahrerinnen und -fahrer die Geschwindigkeit tatsächlich einhalten.

«Die Umsetzung der 30er-Zonen erfolgt im gleichen Atemzug mit der Sanierung der Bushaltestelle am Bahnhof», sagt die zuständige Gemeinderätin Maya Berwert (SVP). Diese Bauarbeiten sorgen derzeit im Gebiet um den Bahnhof für Verkehrseinschränkungen. Denn für eine behindertengerechte Sanierung muss ein Teil der Stationsstrasse gesperrt werden.
Wenn die Arbeiten im Dorf abgeschlossen sind, starten die nächsten in der Au. «Dort sorgen sie aber für keine grösseren Behinderungen des Verkehrs», sagt die Gemeinderätin.
SVP wollte Tempo 30 kippen
Mit der Einführung der beiden Tempo-30-Zonen endet ein längerer Prozess. Im Dezember 2021 hatte der Gemeinderat seine Pläne für die zwei Zonen vorgestellt. Diese waren im Dorf umstritten. Ein Antrag vonseiten der SVP Wila, das dafür nötige Geld aus dem Budget 2022 zu streichen, scheiterte aber an der Gemeindeversammlung.
Im Mai 2023 präsentierte die Gemeinde dann ihre genauen Pläne samt Bauprojekt mit Kosten von gut 130’000 Franken. Es zeigte sich erneut, dass das Thema bewegt. Beim Mitwirkungsverfahren gingen wieder zahlreiche Einwendungen ein, das Projekt wurde nochmals überarbeitet und im letzten Herbst öffentlich aufgelegt.
Im Frühling hat der Gemeinderat das jetzige Bauprojekt genehmigt und die Kantonspolizei die Geschwindigkeitsreduktion in den beiden Zonen verfügt. Letztere Aufgabe fällt nämlich nicht in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde.
