Die Schulpflege Pfäffikon räumt Fehler ein – und weicht Fragen aus
Forcierter Abgang eines schwulen Lehrers
Die Schulpflege Pfäffikon räumt in ihrem Abschlussbericht zum Fall Obermatt konkrete Fehler ein. Bei darüber hinausgehenden Fragen bleibt sie indessen Antworten schuldig.
Er war lange erwartet worden, nun liegt er in einer Zusammenfassung vor: der Abklärungsbericht der Schulpflege zur Aufarbeitung der Vorgänge rund um die Trennung von einem homosexuellen Lehrer im Pfäffiker Primarschulhaus Obermatt.
Dieser war von Eltern, die sich an seiner Sexualität störten, mit schweren Vorwürfen zu seinem Sexualkundeunterricht eingedeckt worden, die sich schnell als haltlos erwiesen. Nachdem die Schulleitung ihm zunächst noch den Rücken gestärkt hatte, forcierte sie, als die Situation immer weiter eskalierte, seinen Abgang.
Bereits an der Gemeindeversammlung vom 10. Juni hatte die Schulpflege viele Details zu diesem öffentlichkeitswirksamen Fall preisgegeben. Der finale Bericht enthält nun zwar Neuigkeiten in der Form von vorgeschlagenen Massnahmen zur Vermeidung künftiger Fälle. Doch bezüglich des konkreten Falls ist der Erkenntnisgewinn aus dem Dokument eher überschaubar.
