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Regenbogenfahnen überall – auch in Illnau-Effretikon

Erstmals wehte eine Pride-Flagge vor dem Stadthaus in Illnau-Effretikon. In Zürich wurde demonstriert und gefeiert.

Während des Pride Festivals in Zürich zierte die sogenannte Progress-Pride-Fahne das Stadthaus in Illnau-Effretikon.

Foto: Bettina Schnider

Regenbogenfahnen überall – auch in Illnau-Effretikon

Zurich Pride Festival

In einem bunten Umzug zogen am Samstag Tausende queere Menschen sowie Unterstützer und Sympathisantinnen durch die Stadt Zürich. Auch die Stadt Illnau-Effretikon zeigte Solidarität.

Liliane Minor, Eva Kamber

Sichtbar, das waren Nonbinäre, Transmenschen und überhaupt queere Personen am Samstagnachmittag. Rund 20’000 Personen sind an Zürichs wohl buntestem Umzug mitgelaufen.

Happening und Demo in einem, politische Parolen zwischen ABBA und Ariane Grande und Regenbogenfahnen überall – auch ausserhalb von Zürich vor dem Stadthaus Effretikon.

Vor Kurzem hatte der Stadtrat entschieden, dass während dem Pride Festival das erste Mal eine besondere Flagge gehisst wird. Man wolle ein Zeichen setzen.

Und die Illnau-Effretiker Exekutive war nicht allein mit dieser Entscheidung. Über 100 Gruppierungen und Firmen wie Starbucks und BMW/Mini Cooper haben am 30-Jahr-Jubiläum der Pride teilgenommen und Solidarität gezeigt. Das hat auch zu Kritik geführt, die Pride werde kommerzialisiert.

People take part in the Zurich Pride parade in Zurich, Switzerland, on Saturday, June 14, 2024. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Am Umzug in Zürich haben laut den Veranstaltern über 20’000 Personen teilgenommen.

Anliegen wie die Akzeptanz und rechtliche Absicherung nonbinärer Personen oder unkonventioneller Beziehungsmodelle– Stichwort Polyamorie– würden fast untergehen.

Halbe Stunde Staustehen

Am späten Nachmittag – nach rund drei Stunden – war der Umzug auf der Landiwiese angekommen, wo Bars, Essensstände und Livemusik warteten. Dort gab es kurzzeitig ein ziemliches Chaos. Die Zugänge zum Festareal vermochten nicht alle Leute innert nützlicher Frist aufzunehmen, viele standen im Stau.

Nach einer halben Stunde beruhigte sich die Sache aber ohne grössere Probleme.

Kaum Zwischenfälle

Bis auf ganz wenige Einsätze verlief der Grossanlass ruhig, wie die Polizei mitteilt. Während der Pride wurden sechs Schweizer und ein Deutscher aus der rechtsextremen Szene verhaftet, die mit einem Motorboot herumkurvten, homophobe Transparente dabei hatten und mit einer Drohne homophobe Flyer in Umlauf brachten.

Ein 39-jähriger Afghane und ein 23-jähriger Eritreer, die sich gegenüber den Demonstrationsteilnehmenden störend verhielten, wurden ebenfalls vorübergehend festgenommen.

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