Nachhaltigkeit, Sport und Kultur – Illnau-Effretikon verteilt Preise
Diese Leute räumen ab
Die neuen Preisträgerinnen und Preisträger des Anerkennungs- und des Jugendförderpreises aus Illnau-Effretikon sind bekannt. Die Preisübergabe erfolgt am 25. Juni im Stadthaussaal.
Der Stadtrat Illnau-Effretikon verleiht – wie jedes Jahr – Preise an engagierte und erfolgreiche Einwohnerinnen und Einwohner. Darunter sind in diesem Jahr der Repair Shop in Effretikon, ein nachhaltiges Projekt des Vereins Lebensphase 3, sowie Christoph Müller aus Effretikon für dessen grosses, langjähriges Engagement als Präsident des Eishockeyclubs Illnau-Effretikon.
Mia Hodel aus Effretikon und Fabienne Walz aus Illnau werden je mit dem Jugendförderpreis ausgezeichnet.
Gegen die Wegwerfgesellschaft
Die engagierten Senioren Beat Richli, Werner Wirz, Niklaus Koidl und Daniel Nufer betreiben mit ihrem Fachwissen und ihrer Freude den Repair Shop im Jugendhaus am Märtplatz. Den Shop gibt es mittlerweile seit zehn Jahren.
Dort nehmen die handwerklich Begabten mechanische und elektronische Geräte, Holzspielzeuge, Werkzeug, Stühle oder Rollatoren entgegen und auseinander. Sie reparieren die verschiedensten Gegenstände, falls das in irgendeiner Form noch möglich ist. Ihr Angebot ist mehr als begehrt.

Zurzeit zählt das Repair-Shop-Team fünf im Pensionsalter stehende Personen, die allesamt gern «chlütere». Allerdings suchen sie Nachwuchs. Dies dürfen ebenfalls Seniorinnen und Senioren sein. Auf Wunsch wird die Idee «reparieren statt wegwerfen» auch Jugendlichen vermittelt.
Die Werkstatt des Repair Shops im Kellergeschoss des Jugendhauses am Märtplatz ist jeden Mittwoch von 13.30 bis 16.30 Uhr geöffnet; davon ausgenommen sind lediglich die Sommerschulferien und die Tage über Weihnachten und Neujahr. Das Angebot steht der gesamten Bevölkerung offen.
Die Stadt Illnau-Effretikon vergibt seit 1982 jährlich einen Anerkennungs- und Förderpreis. Ziel des Preises sind die Förderung besonderer Kreativität und Eigeninitiative sowie die Anerkennung herausragender Leistungen von Einzelpersonen und Gruppen. Die mit dem Preis Ausgezeichneten sollen einen direkten oder indirekten Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben, zur Umwelt oder zur Stärkung des Standorts Illnau-Effretikon leisten.
Ausserdem verleiht die Stadt bereits zum elften Mal den Jugendförderpreis. Ziel des Preises ist die Ehrung aussergewöhnlicher Leistungen beziehungsweise die Förderung besonderer Talente von Jugendlichen oder Jugendgruppen/-mannschaften in den Bereichen Sport, Kultur, Schule/Beruf/Studium oder Gesellschaft. Die Auszeichnung drückt die Wertschätzung der Stadt Illnau-Effretikon gegenüber den Preisträgerinnen und Preisträgern aus und verdeutlicht den Stellenwert von deren Leistungen beziehungsweise deren Schaffen in der oder für die Stadt.
Seit 22 Jahren Präsident
Christoph Müller, Jahrgang 1961, präsidiert den Eishockeyclub Illnau-Effretikon seit 22 Jahren. 2005 war er zudem Mitgründer des Dachverbands der Illnau-Effretiker Sportvereine. Im Rahmen dieses Engagements trug er auch zum Gelingen der 2011 neu konzipierten Eishalle beim Sportzentrum bei.
Als Müller das Amt des Präsidenten 2002 antrat, präsentierte sich der Verein nahezu führungslos – die Zukunftsaussichten erwiesen sich als ungewiss. In Christoph Müller, der seit seinem elften Lebensjahr aktives Mitglied des Vereins ist, hat der Verein einen Menschen gefunden, der es verstand, weitere engagierte Personen für ein Mandat im Vorstand zu motivieren und so den Verein wieder auf die Beine zu stellen.
Die junge Schweizer Meisterin
Die eine Jugendförderpreisträgerin ist die 19-jährige Mia Hodel aus Effretikon. Sie ist Schweizer Meisterin im Geräteturnen. Im Jahr 2022 errang sie in der Kategorie K6 die Goldmedaille.
Ihre sportliche Laufbahn begann in der 1. Primarschulklasse, nachdem ihr eine Kollegin von einem Schnuppertraining erzählt hatte. Losgelassen hat sie das Turnen seither nicht mehr. Die Sportbegeisterte begann auch bereits mit vier Jahren Tennis zu spielen, mit sieben Jahren gesellten sich dann parallel Geräteturnen und die obligate Mädchenriege dazu. Später folgten noch Akrobatik und Leichtathletik.

Nach der Grundschule in Effretikon wechselte Mia Hodel ans Gymnasium Im Lee in Winterthur. Neben der Maturavorbereitung und den Pflichttrainings turnt sie mit ihrer jüngeren, ebenfalls erfolgreichen Schwester Lea einmal wöchentlich freiwillig in Frauenfeld. Freitags leitet sie vor ihrem eigenen Training in Dietlikon alle zwei Wochen noch das Jugi-Training des Turnvereins Effretikon.
Zauberei seit dem Kindesalter
Die zweite Gewinnerin ist die ebenfalls 19-jährige Fabienne Walz aus Illnau. Sie zaubert, seit sie im Alter von sieben Jahren an einem Zauberworkshop teilnahm und daraufhin zu Weihnachten einen Zauberkasten geschenkt bekam.
Sie übt mehrere Stunden pro Woche – je nach Alltagssituation beim Zugfahren, beim Fernsehen oder einfach «im Stillen für sich». Fingerfertigkeit, Technik und Abläufe wollen trainiert sein.

Als die SRF-Samstagabend-Unterhaltungssendung «Happy Day» vor vier Jahren eine Zauberin oder einen Zauberer suchte, meldete sich die eher zurückhaltende Fabienne Walz und wurde im Rahmen eines «Starduetts» für einen TV-Auftritt mit dem Berufszauberer Peter Marvey ausgewählt.
Seit zwei Jahren fokussiert sich die tiermedizinische Praxisassistentin beim Zaubern auf «Story und Präsentation» im Bereich der Bühnen- und der sogenannten Salonzauberei. 2022 «erzauberte» sich die junge Frau an den Deutschen Jugendmeisterschaften den dritten Preis in der Sparte «Allgemeine Magie». 2023 wurde sie bei einem Schweizer Nachwuchs-Zauberwettbewerb mit dem dritten Platz ausgezeichnet.
Dem Repair Shop werden 3000 Franken zugesprochen, Christoph Müller, Mia Hodel und Fabienne Walz erhalten je 2000 Franken. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden im Rahmen eines kleinen Festakts am Dienstag, 25. Juni, um 19 Uhr im Stadthaussaal Effretikon öffentlich gewürdigt.
