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Gegen Diskriminierung – Pink Cross und Schule Pfäffikon arbeiten zusammen

Das sind die Resultate des Gesprächs zwischen der Schule Pfäffikon und dem Schwulendachverband.

Von links: Roman Heggli und Samson Rentsch von Pink Cross, Schulleiterin Ursula Schnyder, Leiter Bildung Matthias Weckemann und Lehrer Christopher Thöny beim Gespräch im Regenbogenhaus.

Foto: PD

Gegen Diskriminierung – Pink Cross und Schule Pfäffikon arbeiten zusammen

Nach Eklat um schwulen Lehrer

Der Schwulendachverband hat mit Vertretern der Schule Pfäffikon das Gespräch gesucht. Er will dafür sorgen, dass das Thema LGBTIQ auf der Tagesordnung bleibt.

Der Eklat an der Schule in Pfäffikon warf schweizweit hohe Wellen. Mitte April haben wir publik gemacht, dass ein schwuler Lehrer das Schulhaus Obermatt in Pfäffikon verlassen musste. Er war im vergangenen Herbst ins Kreuzfeuer von wertkonservativen Eltern geraten. Als Anlass für die Vorwürfe nahmen sie den Sexualkundeunterricht der 5. Klasse. Die Schulführung stellte sich zuerst hinter den Lehrer, forcierte dann aber seinen Abgang.

Die Schule hat in der Zwischenzeit Fehler zugegeben. So habe sie bei der Auflösung des Arbeitsverhältnisses unter anderem das rechtliche Gehör des Lehrers verletzt. Doch die Schulpflege bestritt stets, dass der Entscheid mit der sexuellen Orientierung des Lehrers zu tun hatte.

Pink Cross, der Dachverband der schwulen und bisexuellen Männer, war davon nicht überzeugt. Für den Verband war klar: Der Lehrer wurde aufgrund seiner Homosexualität diskriminiert. Pink Cross nahm den Vorfall zum Anlass, das Gespräch mit der Schule Pfäffikon zu suchen. Die öffentliche Einladung dazu haben in kürzester Zeit über 9000 Menschen unterschrieben.

Konkrete Hilfe

Anfang Woche hat das Gespräch nun stattgefunden: Matthias Weckemann, Leiter Bildung, Ursula Schnyder, Schulleiterin im Schulhaus Obermatt, und Lehrer Christopher Thöny haben sich mit Roman Heggli, dem Geschäftsführer von Pink Cross, und Samson Rentsch, dem Leiter Regionalpolitik, im Regenbogenhaus in Zürich getroffen.

«Aus Überzeugung will sich die Schule Pfäffikon vertieft mit der Situation von queeren Mitarbeitenden befassen und sich für deren Schutz und Wohlbefinden starkmachen», teilt die Schule nach dem Treffen mit.

Das Gespräch sei konstruktiv verlaufen. «Gemeinsam schauten wir in die Zukunft, zeigten auf, wie wichtig klare Richtlinien gegen die Diskriminierung von queeren Lehrpersonen für ihr Wohlbefinden sind, und diskutierten mögliche Massnahmen, um ein inklusiveres Schulumfeld zu schaffen», schreibt Pink Cross in einer Mitteilung.

Zwar betonen die Vertreter der Schule weiterhin, dass die sexuelle Orientierung des Lehrers keine Relevanz bei der Auflösung des Arbeitsverhältnisses hatte. «Trotzdem nehmen sie diesen Fall zum Anlass, sich mit dem Thema LGBTIQ stärker zu befassen und sich aktiv für den Schutz von queeren Lehrpersonen vor Diskriminierung einzusetzen», freut sich Pink Cross. LGBTIQ ist ein aus dem Englischen stammendes Akronym, das sich auf lesbische, schwule, bisexuelle, trans, intergeschlechtliche und queere Personen bezieht.

Der Verband begrüsst die Schritte und wird die Schule Pfäffikon begleiten. Dazu gehört die Mitarbeit bei der Erarbeitung der Grundsätze für eine offene und vielfältige Schule. Zudem unterstützt der Verband die Schule bei niederschwelligen Massnahmen, um das Thema LGBTIQ stärker im Schulalltag zu verankern.

Dazu gehören beispielsweise die Ergänzung der Schulbibliothek mit gendersensibler Literatur oder eine Vertrauensperson für queere Lehrpersonen. «Wir bleiben in einem regelmässigen Austausch mit der Schulleitung, damit das Thema LGBTIQ tatsächlich auf der Tagesordnung bleibt.»

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