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Darum geht es beim 50-Millionen-Projekt im Schulhaus Walenbach

Notwendig oder zu teuer? Das müssen Sie über die Abstimmung zur Primarschulanalge Walenbach wissen.

Das Schulhaus Walenbach soll bald in neuem Glanz erstrahlen – die Erweiterung und Sanierung hat aber ein hohes Preisschild.

Visualisierung: PD

Darum geht es beim 50-Millionen-Projekt im Schulhaus Walenbach

Abstimmung in Wetzikon

Die Stadt will die Primarschulanlage Walenbach sanieren und erweitern – das hat einen stolzen Preis. Das Wichtigste zur Abstimmung am 9. Juni.

Darum geht es

Am 9. Juni stimmen die Wetzikerinnen und Wetziker über den Kredit in Höhe von 49,7 Millionen Franken zur Sanierung und Erweiterung der Primarschulanlage Walenbach in Kempten ab.

Das Schulhaus stammt aus dem Jahr 1975. Laut dem Stadtrat müssen die bestehenden Gebäude dringend saniert werden. Zudem braucht es zusätzlichen Schulraum. Deshalb ist auch ein Neubau auf dem Areal geplant.

Heute werden im Schulhaus Walenbach 13 Schulklassen unterrichtet. Im Schuljahr 2027/2028 werden es gemäss den Prognosen der Schulpflege 17 Schulklassen sein. Bereits seit 2010 steht ein Provisorium auf dem Areal. Dieses soll im Schulhaus Guldisloo weitergenutzt werden.

Der Bau soll in mehreren Etappen erfolgen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im August starten. Zunächst entsteht der Neubau, der anschliessend als Provisorium für alle Klassen genutzt wird. In einem nächsten Schritt plant die Stadt, den bestehenden Schultrakt zu sanieren.

Während rund eines Jahrs bleiben die Turnhallen geschlossen. Ein Provisorium ist nicht geplant. Die Schülerinnen und Schüler haben während der warmen Monate im Freien Turnunterricht, in der kalten Jahreszeit finden die Turnstunden gebündelt statt, und es sind Ausweichprogramme geplant. Bis im August 2027 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Kosten

In der Debatte im Parlament Anfang Jahr war der Bedarf an Schulraum unbestritten – nicht jedoch die Kosten für das Projekt. 49,7 Millionen Franken will die Stadt insgesamt für die Sanierung und Erweiterung ausgeben.

Die Erstellungskosten der Schulhaustrakte betragen 43,3 Millionen. Für die Gebäude- und Umgebungsarbeiten sind dabei 38,4 Millionen vorgesehen, der Rest für Vorbereitungsarbeiten, Nebenkosten und Ausstattung.

Bei der ersten Grobkostenschätzung beim Projektierungskredit 2022 standen für Gebäude- und Umgebungsarbeiten noch 28 Millionen im Raum. Der Stadtrat erklärt diese Differenz unter anderem damit, dass drei zusätzliche Klassenzimmer gebaut werden, sowie der Teuerung.

Das sagen die Befürworter

  • Die Stadt Wetzikon braucht dringend neuen Schulraum.
  • Die neuen Gebäude entsprechen den heutigen energetischen Anforderungen.
  • Mit dem Bauprojekt entsteht eine moderne Schulanlage, die zeitgemässen Unterricht ermöglicht.

Das Parlament hat dem Baukredit im Januar mit 22 zu 10 Stimmen zugestimmt. Auch der Stadtrat unterstützt das Projekt.

Ein Ja empfehlen zudem die Ortsparteien von SP, Grüne, AW, EVP, Die Mitte, EDU und FDP.

Das sagen die Gegner

  • Das geplante Projekt ist zu teuer, es gibt Einsparungspotenzial.
  • Der Kostenanstieg ist nicht nachvollziehbar.
  • Es gab im Planungs- und Projektierungsverfahren Fehler. So wurde beispielsweise das aktuelle Provisorium nicht berücksichtigt, welches noch für Jahre betrieben werden könnte.

Die GLP Wetzikon hat bereits die Nein-Parole beschlossen. Die SVP hat noch keine Parole gefasst, der Vorstand beantragt aber ebenfalls eine Ablehnung des Kredits.

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