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Deshalb gibt es einen neuen Wanderweg von Steg aufs Hörnli

Für über zwei Millionen Franken soll in Steg ein neuer Wanderweg entstehen. Das Projekt hat eine lange Vorgeschichte.

Der neue Wanderweg führt via Drechslerei Kleintal aufs Hörnli. 2026 soll der Bau beginnen.

Foto: André Gutzwiller/Mirjam Müller

Deshalb gibt es einen neuen Wanderweg von Steg aufs Hörnli

Besserer Zugang zur Drechslerei Kleintal

Die Drechslerei Kleintal ist bisher nur schlecht für Fussgänger erschlossen. Mit einem neuen Wanderweg aufs Hörnli will der Kanton dieses Problem lösen. Die Gemeinde schaut beim Projekt genau hin.

Von Steg gibt es bereits einen Wanderweg aufs Hörnli, das eines der beliebtesten Ausflugsziele im Tösstal ist. Wer hingegen die geschichtsträchtige Drechslerei Kleintal besuchen will, muss zu Fuss den Weg über die Hulfteggstrasse nehmen. Ein neuer Wanderweg soll Abhilfe schaffen und gleichzeitig einen neuen Rundweg aufs Hörnli ermöglichen.

Das Projekt hat eine lange Vorgeschichte. Laut dem technischen Bericht des Kantons hat die Gemeinde Fischenthal bereits vor 13 Jahren einen Antrag an die Zürcher Wanderwege gestellt. Sie forderte einen eigenen Weg bis mindestens zur Drechslerei Kleintal, da oft auch Schulklassen das Museum besuchen.

Ein «attraktiver» Weg

Die Planungsstudien haben einige Zeit in Anspruch genommen – nun liegen die Pläne für das Vorprojekt bis zum 10. Juni öffentlich auf. Dass das Projekt nun Formen annimmt, freut auch die Gemeindepräsidentin: «Der als Rundweg geführte Wanderweg ist attraktiv», sagt Barbara Dillier (parteilos). Angst, dass es zu grossen Besucherströmen kommt, hat sie nicht.

Nach Corona sei das erhöhte Besucheraufkommen in der Gemeinde wieder auf die ursprünglichen Werte gesunken. «Zudem reisen mittlerweile viele Tagestouristen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an, das entspannt die Verkehrssituation», erklärt sie.

Man freue sich in der Gemeinde auf neue Besucher. «Wir erwarten aber auch, dass den Privatarealen und ihren Anwohnenden mit Respekt begegnet und der Natur entsprechend Sorge getragen wird», ergänzt Dillier.

Zudem müsse die Abfallentsorgung gewährleistet sein, um Emissionen möglichst gering zu halten. «Wir sind gespannt und begleiten das Projekt mit entsprechender Achtsamkeit.»

Baustart 2026

Der geplante Wanderweg hat eine Länge von siebeneinhalb Kilometern. Teils verläuft er auf bestehenden Trottoirs, Feld- und Flurwegen, zwei Kilometer müssen aber neu erstellt werden. Als Attraktion ist eine gut 60 Meter lange Seilbrücke über das Martistobel geplant.

Eine Karte eines Wanderwegs und einer Seilbrücke.
Mit dem neuen Wanderweg sind Fussgänger nicht mehr auf der Strasse zur Drechslerei Kleintal unterwegs.

Der letzte Abschnitt des Wegs bis aufs Hörnli ist heute bereits als Wanderweg gekennzeichnet, befindet sich aber teilweise in schlechtem Zustand. Dies vor allem im Bereich um den Dreiländerstein, wo die Kantonsgrenzen von Zürich, Thurgau und St. Gallen aufeinandertreffen. Einzelne Wegabschnitte sind stark durchnässt und müssen mit Holzkonstruktionen oder Kiesschichten trockengelegt werden.

Die Kosten für das Vorhaben belaufen sich laut den Planunterlagen auf 2,63 Millionen Franken. Der Verein Zürcher Wanderwege trägt dabei gut 220’000 Franken, die restlichen knapp 2,4 Millionen der Kanton. Der Baubeginn ist im Frühling 2026 vorgesehen, bis im Herbst soll dann der neue Wanderweg aufs Hörnli fertig sein.

Aktuell läuft das Mitwirkungsverfahren für den geplanten Wanderweg zur Drechslerei Kleintal und aufs Hörnli. Die Dokumente und Pläne können auf der Gemeindeverwaltung eingesehen werden. Noch bis zum 10. Juni sind aus der Bevölkerung Einwendungen und Anregungen zum Projekt möglich. Die Unterlagen sind zu Informationszwecken ebenfalls auf der Website des Tiefbauamts verfügbar.

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