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Baumer Wuchemärt punktet mit Öko-Gemüse und neuem Namen

Neue Produkte – und trotzdem viel Altbewährtes: So ist der Baumer Wuchemärt in seine erste Saison gestartet.

Der Markt in Bauma auf dem Areal des Alten Landi ist auch ein beliebter Treffpunkt – und kann auf eine treue Stammkundschaft zählen.

Foto: Bettina Schnider

Baumer Wuchemärt punktet mit Öko-Gemüse und neuem Namen

Der Püürinnemärt in neuem Kleid

Der wöchentliche Markt auf dem Platz beim Alten Landi hat Tradition – aber seit diesem Jahr einen neuen Namen. Die treue Kundschaft ist trotz einigen Veränderungen geblieben.

Andrea Pfenninger hat einen anstrengenden Winter hinter sich. Die Bäuerin vom Bäretswiler Geissehof musste sich nicht nur um ihre übliche Arbeit auf dem Hof kümmern, sondern auch die Zukunft des wöchentlichen Markts in Bauma regeln.

Seit 2014 findet dieser jeweils von Frühling bis Herbst jeden Freitag auf dem Platz statt, wo früher der Alte Landi stand. Bis letztes Jahr war er unter dem Namen Püürinnemärt bekannt. «Ich bin jetzt aber noch die letzte Mohikanerin», sagt Pfenninger. Ihre vier Mitstreiterinnen haben sich vom Markt zurückgezogen – aus verschiedenen Gründen wie Hofaufgabe oder gesundheitlichen Problemen.

Da mit Pfenninger nur noch eine «Püürin» am Markt vertreten ist, fand sie es vermessen, diesen Namen weiterhin zu verwenden. Und so erhielt der Anlass auf diese Saison hin einen neuen Namen: Baumer Wuchemärt.

Aber nur mit Milch- und Fleischprodukten von ihrem Hof und dem Brot von Mirjam Niederhauser aus Fischenthal war es aus Pfenningers Sicht kein richtiger Markt mehr. Und so musste sich die Bäretswilerin auf die Suche nach neuen Mitstreitern machen – eine aufwendige Suche.

Denn Konkurrenzsituationen wollte sie keine schaffen. Es soll nur an einem Stand Fleisch geben und an einem anderen Gemüse. «Bei uns gilt das Motto ‹klein, aber fein›», sagt Pfenninger.

Für das Gemüseangebot wurde sie bei Röbi Ineichen fündig, der im Steinenbachtal Gemüse in Permakultur anbaut. Dieses Landwirtschaftssystem basiert darauf, natürliche Ökosysteme und Kreisläufe genau zu beobachten und nachzuahmen. Glace gibt es am Wuchemärt neu beim Laupner «Velo-König» Beat Zäch, der die kalten Leckereien direkt ab seinem Lastenvelo verkauft.

Es wartet eine weitere Herausforderung

Ein «Glückstreffer», wie Pfenninger sagt, sind die Backwaren von Rafaela’s Patisserie aus Steg. Sie bietet unter anderem Torten und Macarons an. «Ich würde sagen, sie ist eigentlich völlig überqualifiziert für einen Dorfmarkt, sie ist unser Rolls-Royce.» Denn Rafaela Moreira hat wichtige Grundlagen ihres Handwerks an einer Patisserie-Schule in Paris gelernt.

In Bauma soll sie nun das traditionelle Freiluft-Kafi am Markt weiterführen. «Es ist uns wichtig, dass der Markt auch weiterhin ein Treffpunkt ist», sagt Andrea Pfenninger.

Ans Aufgeben hat sie deshalb im vergangenen Winter auch nie gedacht. «Wir haben eine grosse Stammkundschaft und werden im Dorf sehr geschätzt», ist sie überzeugt. Der Namenswechsel hat daran nichts geändert. «Wir können bisher sehr zufrieden sein.»

Doch eine weitere Herausforderung für den Wuchemärt ist absehbar. Auf dem Areal des Alten Landi ist eine Überbauung samt Coop-Filiale geplant, der Baurechtsvertrag wurde bereits von der Gemeindeversammlung angenommen.

Wie lange der Markt noch am angestammten Ort an bester Lage im Dorfzentrum stattfinden kann, ist offen. Andrea Pfenninger hat aber bereits einen Plan B: «Optimal wäre der Platz bei den Linden, direkt beim Bahnhof», sagt sie. Die Gemeinde habe auch schon den Kontakt mit den SBB gesucht. Spruchreif sei aber noch nichts.

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