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Gesellschaft

Pizzakurier Mehmedi eröffnet italienisches Restaurant

Mutiger Schritt: Nicht nur, dass es weitere Angestellte braucht – auch gibt es noch zusätzliche Konkurrenz. «Aber jetzt eröffnen wir erst mal.»

Sedat Mehmedi – Cousin des Ex-Fussball-Nationalspielers Admir Mehmedi – zieht von der St. Gallerstrasse 4a an die St. Gallerstrasse 10a.

Foto: André Springer

Pizzakurier Mehmedi eröffnet italienisches Restaurant

Restaurant in Turbenthal

Sedat Mehmedi verlässt seinen Pizzakurier-Standort und eröffnet stattdessen am Samstag das Restaurant il vento in Turbenthal.

Jonas Gabrieli

Schon sein halbes Leben beschäftigt sich der 32-jährige Nordmazedonier Sedat Mehmedi mit Pizzen: Als Teenager lernte er das Handwerk im Embracher «Falken» bei seinem Vater, anschliessend führte er mit Bruder Suad während über fünf Jahren den Pizzakurier Winti-Blitz. Danach trennten sich die Wege der Brüder. Suad Mehmedi begann im Wiesendanger «al Wisent» zu wirten, später pachtete er noch den «Bären» in Winterthur-Wülflingen.

Sedat Mehmedi zog es ins Tösstal. Vor etwas mehr als drei Jahren übernahm er den Pizzakurier il Vento in Turbenthal. Seine Pizzen kommen dort gut an, auf der Bestellplattform Eat.ch erreicht er bei über 500 Bewertungen 4,8 von 5 Punkten.

Kunden wünschten sich Restaurant

Nun wagt Mehmedi den nächsten Schritt: Am Samstag eröffnet er an der St. Gallerstrasse 10a, vis-à-vis dem Werkhof Turbenthal, ein kleines italienisches Restaurant mit 20 Plätzen. In der dortigen Überbauung war im Erdgeschoss ein Gewerberaum frei. Der Besitzer Bafti Haradini aus Rikon war es, der Mehmedi anfragte.

Trostloser Blick ins Innere einer Pizzeria.
Blick in das neue Restaurant il vento in Turbenthal.

Mehmedi besprach den Vorschlag mit seiner Frau und dem Team. Dabei reifte der Entschluss, das Abenteuer einzugehen. Von seinen Kundinnen und Kunden habe er schliesslich immer wieder das Bedürfnis nach einem Restaurant gespürt. «Viele wollen sich auch mal hinsetzen und geniessen können.»

Die Inneneinrichtung kommt pragmatisch daher, mit Deko-Akzenten an den Wänden und Holzelementen. Weil die Zeit gegen Ende des Umbaus knapp wurde, verschob Mehmedi die Eröffnung kurzerhand um eine Woche. Mittelfristig sei auch ein Ausbau mit Aussenplätzen denkbar. «Aber jetzt eröffnen wir erst einmal – und dann schauen wir weiter.»

Am Wochenende geöffnet

Die Umstellung auf ein Restaurant sei grundsätzlich kein Problem, sagt Mehmedi. «Ich kenne es ja von früher.» Aber natürlich sei der Aufwand grösser, zwei Personen habe er nun zusätzlich angestellt.

Ein Blick in die neue Menükarte verrät: Das Pizza-Angebot ist mit über 30 Variationen weiterhin gross, der Lieferservice bleibt auch am neuen Ort bestehen. Ergänzt wird das Angebot mit verschiedenen Pasta- und Ofengerichten wie Lasagne. In den Morgenstunden gibt es auch Frühstück.

Zugute kommt Mehmedi, dass aktuell die Pizzeria Landenberg am Wochenende geschlossen ist. Das Restaurant il vento wird seinen Ruhetag jeweils am Montag machen. «Ich habe schon viele positive Rückmeldungen erhalten.»

Allerdings gibt es durch seinen Wegzug am alten Standort auch neue Konkurrenz. An der St. Gallerstrasse 4a bäckt nun Samet Ibraimi aus Rikon bereits die ersten Pizzen.

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