Die alte Schinkenräucherei weicht Wohnblöcken
Bauprojekt in Saland
Im Sommer wird die alte Schinkenräucherei Lötterle in Saland abgerissen. In zwei Jahren sollen 24 neue Wohnungen bezugsbereit sein. Der Name «Räuchi» bleibt aber erhalten.
Im Gebäude riecht es immer noch nach geräuchertem Fleisch. Das ist auch kein Wunder, wurden doch in der Tösstaler Schinkenräucherei in Saland während fast 50 Jahren Fleischspezialitäten wie der Tösstaler Landrauchschinken geräuchert. Doch letzten Dezember war Schluss.
Die Inhaberfamilie Lötterle stellte den Betrieb ein. Die Anlagen und Rezepturen verkauften sie an die Brüder Peter und Erich Bleicher. Die Rauchspezialitäten werden nun vorerst in kleinerem Umfang in Erich Bleichers Metzgerei in Mönchaltorf hergestellt.
> > Lesen Sie hier mehr über die Zukunft der Tösstaler Rauchspezialitäten.
Das Gebäude in Saland haben die Inhaber in der Zwischenzeit leer geräumt. Im Sommer fahren die Bagger auf. An seiner Stelle wird eine neue Wohnanlage mit drei Häusern gebaut. Der Name des Projekts erinnert an die alte Räucherei: Räuchi Saland.
Bezahlbarer Wohnraum
Insgesamt entstehen 24 Wohnungen. Acht davon in einem der drei Häuser werden als Eigentumswohnungen verkauft, die restlichen vermietet. «Wir bauen ausschliesslich 4½- und 5½-Zimmer-Wohnungen», erklärt Adrian Lötterle, der ehemalige Geschäftsführer der Räucherei. «In Saland werden diese auch für Familien bezahlbar sein», ist er überzeugt. Die Mietpreise sind jedoch noch nicht festgelegt.


Die Inhaberfamilie tritt als Bauherrschaft auf. Adrian Lötterle ist im Lead bei den Planungsarbeiten. «Wir arbeiten natürlich mit Spezialisten zusammen», sagt er. Das Projekt wurde von der SRT Architekten AG aus Zürich erarbeitet. Für den Verkauf zuständig ist die Elliscasis Immobilien GmbH aus Wetzikon, während die Taxalis Treuhand AG die Vermietung und Verwaltung regelt.
Keine Zeit für Sentimentalität
Nach dem Abbruch im Sommer sollen die Bauarbeiten knapp zwei Jahre dauern. «Wir hoffen, dass die Wohnungen im Frühling 2026 bezugsbereit sind», sagt Adrian Lötterle.
Dass die Räucherei verschwindet, sieht er mit einem lachenden und einem weinenden Auge. «Ich habe seit meiner ‹Stifti› hier gearbeitet», sagt er etwas wehmütig. Gleichzeitig freut er sich aber auch auf die neue Überbauung.
