Greifensee-Stiftung startet neue Kampagne für Artenschutz
«Little Big Five»
Der Greifensee als grösstes Naturschutzgebiet des Kantons Zürich ist Heimat vieler seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Damit dies so bleibt, hat die Greifensee-Stiftung die Sensibilisierungskampagne «Little Big Five» gestartet.
Seltene Arten wie den Laubfrosch oder das Hermelin vor der eigenen Haustür beobachten zu können, sei keine Selbstverständlichkeit, schreibt die Greifensee-Stiftung in einer Medienmitteilung.
Laut dem Bundesamt für Umwelt ist über die Hälfte aller Lebensräume der Schweiz bedroht, und mehr als ein Drittel aller Arten gilt als stark gefährdet. Der Schutz und der Erhalt von verschiedenen Naturräumen seien deshalb wichtiger denn je.
Rückzugsorte erhalten
Der Greifensee ist das grösste Naturschutzgebiet des Kantons Zürich und Heimat vieler solch selten gewordener oder gar vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Damit dies so bleibt und um den Gästen des Greifensee-Gebiets die Wichtigkeit der sensiblen Naturräume näherbringen zu können, hat die Greifensee-Stiftung die Sensibilisierungskampagne «Little Big Five» am Greifensee lanciert.
Hermelin, Haubentaucher, Laubfrosch, Kleiner Moorbläuling und Elritze leben alle am Greifensee und stehen für einen bestimmten Lebensraum, der vielen weiteren seltenen und bedrohten Tier- und Pflanzenarten als wichtiger Rückzugsort dient.
Anlehnung an Afrika
Mit der Anlehnung an den Begriff der berühmten «Big Five» Afrikas möchte die Greifensee-Stiftung auf die Bedeutung der fünf bei uns heimischen Tiere kleineren Formats hinweisen.
«Wir haben die Tiere bewusst so gewählt, dass sie mit etwas Glück und Geduld von den Wegen rund um den See aus entdeckt und beobachtet werden können», erklärt Viviane Magistra Balz, die stellvertretende Geschäftsführerin.

So lebe beispielsweise der Kleine Moorbläuling, eine sehr seltene Schmetterlingsart, in den Riedwiesen rund um den See. Dieser Lebensraum sei für viele seltene Enzianarten oder auch den vom Aussterben bedrohten Kiebitz sehr wichtig.
«Unsere ‹Little Big Five› mögen nicht so imposant erscheinen wie die Savannentiere Afrikas, sind aber genauso bedeutend als Boten für ihre Lebensräume», führt sie aus.
Bevorstehende Anlässe
Zudem bietet die Greifensee-Stiftung ab sofort verschiedene Aktivitäten zu den «Little Big Five» an. So gibt es in der Naturstation Silberweide seit dem 23. März bis zum 30. Oktober eine kleine, informative Fotoausstellung zu den fünf Tieren zu sehen.
Am 12. Juni findet eine Familienführung zu den «Little Big Five» in der Naturstation statt, und am 31. August können sich Interessierte gar mit den Rangern auf «Little Big Five»-Safari an den Greifensee begeben. Auch das Silberweide-Fest wird sich dieses Jahr um die fünf Tiere und ihre Lebensräume drehen. Weitere «Little Big Five»-Aktionen folgen.
Die Greifensee-Stiftung setzt sich seit 1997 für den Erhalt der Greifensee-Landschaft für Mensch und Natur ein. Sie realisiert Projekte in den Bereichen Naturschutz, Umweltbildung, Erholung und Öffentlichkeitsarbeit. Zur Stiftung gehören die Naturstation Silberweide und die Ranger. Weitere Infos unter www.greifensee-stiftung.ch. (lda)